HeteroSexismus hacken http://heterosexismushacken.blogsport.de #Queer-Feminismus ... #TransHackFeminism ... #AnarchaFeminismus ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... #Zusammenhänge_Verschränkungen von Unterdrückung_en & Befreiung_en (Intersektionalität) Sat, 20 May 2017 13:20:27 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Internationaler Tag gegen Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit und Angriffe gegen Transaktivistin/Comiczeichnerin Sophie Labelle http://heterosexismushacken.blogsport.de/2017/05/20/internationaler-tag-gegen-homo-bi-und-transfeindlichkeit-und-angriffe-gegen-transaktivistincomiczeichnerin-sophie-labelle/ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2017/05/20/internationaler-tag-gegen-homo-bi-und-transfeindlichkeit-und-angriffe-gegen-transaktivistincomiczeichnerin-sophie-labelle/#comments Sat, 20 May 2017 13:17:46 +0000 Laura* verlinkt/zitiert Supporting Trans*-/Inter*-Sichtbarkeit http://heterosexismushacken.blogsport.de/2017/05/20/internationaler-tag-gegen-homo-bi-und-transfeindlichkeit-und-angriffe-gegen-transaktivistincomiczeichnerin-sophie-labelle/ Liebe Freund_innen,

ich möchte hier kurz mit euch einen Blog-Beitrag von Sophie Labelle teilen und ein paar wichtige Punkte daraus übersetzen.
Sophie ist Comiczeichnerin und Trans*aktivistin, Links zu ihren Comics, Kinderbüchern, Veranstaltungen oder sonstigen Aktivitäten seid ihr auf diesem Blog sicher schon begegnet; sie widmet ihr Leben Kunst und Bildung, die zu Aufklärung und Solidarität in Trans*Themen beitragen sollen – und ich finde auch tun!

Sophie ist in ihrer Arbeit sehr erfolgreich, d.h. sie hat eine recht große Reichweite und erreicht auch gerade viele Trans*kinder und deren Angehörige, für welche Sophies Arbeit und Botschaften eine wichtige Unterstützung darstellen. Leider bedeutet diese große Sichtbarkeit aber auch, kontinuierlich einer großen Front an Angriffen ausgesetzt zu sein, wie Fake-Versionen ihrer Comics, die Trans*feindlichkeit und Hass verbreiten, Veröffentlichung ihrer privater Daten, Hackerangriffe auf ihre Online-Platformen und Morddrohungen.
Diese Woche wurde ihre Seite gehackt, ihre Adresse veröffentlicht und sie bekam innerhalb von wenigen Tagen tausende Morddrohungen.

Die Seite ist bzw. wird wiederhergestellt, Sophie befindet sich derzeit in Sicherheit, muss aber umgehend umziehen – online umd was ihre Wohnung betrifft.

Sophie nennt 4 Gründe, warum sie zum Ziel dieser Angriffe wird:
1. Sie ist eine Frau,
2. sie ist trans,
3. sie unterstützt Non-Binary-Leute (die sich in ihrer Identität weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zuordnen, Anmerkung meinerseits) und
4. sie unterstützt Intersex-Personen (Menschen, die von ihren körperlichen Anlagen her vonseiten der Medizin als nicht eindeutig männlich oder weiblich eingeordnet weden, Anmerkung meinerseits).

Sie verweist auch auf den 17. Mai, der in dieser Woche an vielen Orten weltweit als Tag gegen Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit gefeiert wurde.
Dass dies wichtig ist und kontinuierliche Unterstützung und selbstkritische Arbeit in z.B. feministischen Strukturen fordert, dürfte deutlich geworden sein.

Love and Solidarity,
L*

Nachricht von Sophie auf ihrem tumblr-Blog:

„Hi everyone,

My webcomic about a transgender girl’s page, Assigned Male Comics, is currently down because it got hacked during the night, along with my personal page and the french version of the comic. After receiving several thousands of death threats in the past few days for making my art, my address was also posted on several forums. I am currently in a safe place and my roommate and I will move away before the end of the week.

Today. May 17th. International Day Against Homophobia, Biphobia and Transphobia. I just want people to be aware that this is what you get for being trans on the internet and for reframing transness into something positive and empowering. I’d also like to acknowledge that this attack was mostly planned because of four explicit reasons :
1. I am a woman
2. I am trans
3. I support non-binary people
4. I support intersex people.

I will keep making my comics, no worries. Folks at Facebook are currently making sure this won’t happen again before I can put my page back up. Nothing was lost.

I know many of my readers will be worried. This is my personal profile, also if you can share this as widely as possible so it reaches them, it would be greatly appreciated.

You can still read my comics on tumblr : http://assignedmale.tumblr.com
or on paper : http://assignedmale.etsy.com
and support my work on Patreon : www.patreon.com/assignedmale

I also set up a Paypal donation email if you want to help with the relocating : sophie@assignedmale.com

Thanks everyone for your support. <3″

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http://heterosexismushacken.blogsport.de/2017/05/20/internationaler-tag-gegen-homo-bi-und-transfeindlichkeit-und-angriffe-gegen-transaktivistincomiczeichnerin-sophie-labelle/feed/
[kurz verlinkt:] „Graswurzel-Journalismus ist kein Verbrechen! Freiheit für Kazım Kızıl!“ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2017/04/25/kurz-verlinkt-graswurzel-journalismus-ist-kein-verbrechen-freiheit-fuer-kazim-kizil/ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2017/04/25/kurz-verlinkt-graswurzel-journalismus-ist-kein-verbrechen-freiheit-fuer-kazim-kizil/#comments Tue, 25 Apr 2017 21:37:43 +0000 Laura* verlinkt/zitiert http://heterosexismushacken.blogsport.de/2017/04/25/kurz-verlinkt-graswurzel-journalismus-ist-kein-verbrechen-freiheit-fuer-kazim-kizil/ Dies ist die Übersetzung eines Artikels über die Inhaftierung von Kazım Kızıl, einem Medienaktivisten, der über Proteste im Zuge des Referendums in der Türkei vor 10 Tagen berichtete.
Gleichzeitig ist es ein Ausschnitt der Geschichte darüber, wie eine freie Gesellschaft systematisch verunmöglicht werden soll, darüber, wie freie Berichterstattung und Menschenrechte nach und nach abgeschafft werden – aber auch ein Kapitel derer, die sich dem entgegenstellen und ihr Leben für die Freiheit aller einsetzen.

Dies ist nicht nur eine Geschichte der Türkei, Geschichtsschreibung endet nicht an Staatsgrenzen;
was heute passiert geht uns alle an, betrifft uns alle.
Unsere Solidarität kennt keine Grenzen:
Faşizme karşı omuz omuza!

„Kazım Kızıl ist der Inbegriff von Graswurzel-Journalismus.

Offiziell ist er Apotheker. So verdient er auch seinen Lebensunterhalt. Mit seiner übrigen Zeit und Geld geht er seinen Leidenschaften nach: Autorität in Frage stellen, die Wahrheit dokumentieren, auf künstlerische Art und Weise und teilend mit allen, die sich trauen, bescheid zu wissen. Er ist unter anderem ein sehr produktiver Schriftsteller, Fotograf, Kameramann, Regisseur und Journalist. Er dokumentierte Arbeiter_innen-Streiks, Feministische und LGBTIQ-Aktionen, den Gezi-Aufstand, die Soma-Minenexplosion, die Migrant_innenkrise, Genozid und Zerstörung in Kurdistan. Er machte eine spektakuläre Dokumentation mit den Bäuer_innen in Yırca, die ihre Bäume verteidigen. Er verstärkte die Stimmen und verbreitete die Sichtbarkeit der Unterdrückten in der Türkei. Für all das hat ihm niemand irgendetwas gezahlt. Er hat die Kosten der Ausrüstung bezahlt, den Transport und die Rechnungen. Er tat dies, um die grundlegenden Menschenrechte der Leute zu unterstützen, obwohl das hieß, ständig sein Leben in Gefahr zu bringen. Er war dabei als die erste Bombe Amed traf. Weder Polizeiangriffe noch eine Mörsergranate, die in der Nähe der Grenze zu Kobanê einschlug, konnten ihn aufhalten.

Als die AKP-Regierung offen und gewaltvoll beim Referendum betrog (16. April 2017), um die Verfassung zu ändern, begannen Menschen überall in der Türkei zu protestieren. Kazım filmte die Proteste in Izmir. Er wurde am 17. April gemeinsam mit den Protestierenden, welche er filmte, von der Anti-Terror-Polizei festgenommen. Er wurde beschuldigt, das Demonstrationsgesetz verletzt zu haben, den Präsidenten beleidigt zu haben, Menschen zu Feindseligkeit und Hass aufzuhetzen, basierend auf einem Tweet über das Referendum, welcher besagt: “Unsere Leute/Unser Volk, mit diesem Ergebnis, zeigt uns den Weg zur Straße :) )”. [‘Our people, with such a result, direct us to the streets :) )’] Er wurde von der Regierungs-Propaganda-Agentur Anadolu Agency als Provokateur ins Visier genommen. Am 21. April verfügte das Gericht über seine Inhaftierung mit der Anklage der Präsidentenbeleidigung, ohne jeglichen Beweis. Der wahre Grund seiner Inhaftierung wurde von Staatsanwalt und Richter zugegeben: Ein großes Ereignis wie Gezi wird erwartet und sie glauben, dass es Leute wie Kazım sind, welche die Revolte entfachen werden.

Kazım wurde vond er Polizei einer Leibesvisitation unterzogen und ihm wurde 3 Tage lang Wasser verweigert, bevor sie ihn dann ins Menemen T-Typ-Gefängnis brachten. Türkische Gefängnisse sind berüchtigt für Folter. Im Şakran-Gefängnis, welches “das führende Gefängnis ist von all den Gefängnissen, in denen systematisch Unterdrückung und Folter angewendet werden”, führten Insassen einen 64-tägigen Hungerstreik durch, welcher sich auf viele Gefängnisse ausweitete. Es gab Berichte über ein spezielles Team von Soldaten-Veteranen und Polizei, welches kontinuierlich Folter gegen die Hungerstreiks einsetzte. Dieser Streik wurde vor wenigen Tagen durch einen Aufruf der KCK beendet, inmitten eines fehlenden öffentlichen Bewusstseins dafür. In diesem brutalen Kerkersystem ist Kazım ein unbefristet Inhaftierter, da sein Verhandlungstermin nicht festgesetzt wurde.

In der Zwischenzeit sind die Kerker der Türkei wörtlich überfüllt von politischen Gefangenen. Der historische Weltrekord von 81 inhaftierten Journalist_innen wurde im Dezember 2016 vom Committee to Protect Journalists verkündet. Im April 2017 steht die Zahl bei 231, welche Kazim Kizil nicht einmal mitzählt. Er ist einer der Tausenden, welche wegen vorgeblicher Präsidentenbeleidigung über Soziale Medien eingesperrt wurden.

Neben Straßenaktionen und Pressemitteilungen starteten Kazıms Freund_innen eine Facebook-Seite und eine change.org-Petition für seine Freilassung bis zum Prozess.

Ihr könnte Kazım helfen, indem ihr die Nachricht verbreitet. Wenn ihr in verschiedene Sprachen übersetzen oder auf irgendeine andere Art helfen könnt, kontaktiert uns bitte: freekazim@globalrevolution.tv

#FreeKazim
#KazimKizilaOzgurluk
#OzgurBasinSusturulamaz“

Updates findet ihr auf dem Blog freekazim.wordpress.com.

[Übersetzung an das editierte Original angeglichen am 27.04.]

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http://heterosexismushacken.blogsport.de/2017/04/25/kurz-verlinkt-graswurzel-journalismus-ist-kein-verbrechen-freiheit-fuer-kazim-kizil/feed/
Stellungnahmen der HDPlerinnen und kurdischen freien jungen Frauen Heilbronn gegen türkischen Gesetzesentwurf „Heirate deinen Vergewaltiger“ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/11/20/stellungnahmen-der-hdplerinnen-und-kurdischen-freien-jungen-frauen-heilbronn-gegen-tuerkischen-gesetzesentwurf-heirate-deinen-vergewaltiger/ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/11/20/stellungnahmen-der-hdplerinnen-und-kurdischen-freien-jungen-frauen-heilbronn-gegen-tuerkischen-gesetzesentwurf-heirate-deinen-vergewaltiger/#comments Sun, 20 Nov 2016 20:13:08 +0000 Laura* Kurdistan http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/11/20/stellungnahmen-der-hdplerinnen-und-kurdischen-freien-jungen-frauen-heilbronn-gegen-tuerkischen-gesetzesentwurf-heirate-deinen-vergewaltiger/ Gestern veröffentlichten die Parlamentarierinnen der HDP eine Stellungnahme (hier in Englisch) zu einem neuen Gesetzesentwurf, gemäß dem in der Türkei Vergewaltigung (von Kindern) nicht bestraft wird, wenn der Täter die Person (irgendwann) später heiratet.

Stellungnahme der Jinen Ciwanen Azad Heilbronn (auf deutsch):

„Machtmissbrauch der Männer wird vom türkischen Staat geduldet- sogar gelobt, was der Welt noch einmal offen zeigt wie hegemonisch, sexistisch und pervers die türkische Regierung ist. Kurdische Frauen protestieren nun, aber nicht nur für kurdische Frauen, sondern für alle Frauen, die in der Türkei leben. Mit diesem Entschluss hat die AKP Regierung die Wege für Massenvergewaltigungen geöffnet. Letzendes kann der Vergewaltiger mit einer einfachen Heirat einer Strafe entkommen, es wird ihm erleichtert über die Frau zu herrschen und ihren Körper und ihre Seele zu schänden. Das alles ist unabhängig von dem Alter des Opfers. Gerade deshalb sind viele junge Frauen von diesem Gesetz betroffen und bedroht. Aus diesem Grunde rufen wir als Junge Frauen Bewegung (Jinên Ciwanên Azad) auf sich mit jeglichen revolutionären Frauenbewegungen der Welt zu solidarisieren, um gegen die Machtausübungen Erdogans zu protestieren. Gerade zu diesem Fall dürfen wir nicht schweigen. Patriarchale Regierungen, wie die in der Türkei, sind für alle Frauen der Welt eine Bedrohung, weil die männlich hegemoniale Mentalität unabhängig von Kultur, Herkunft und Alter alle Frauen rechtlos versklaven möchte. Die faschistische Regierung unterdrückt nicht nur unsere Sprache, unsere Kultur und unsere Identität sondern auch die Würde der Frau. Der dreckigen Diktatur AKPs muss ein Ende gesetzt werden, denn Erdogan kennt keine Grenzen. Er wird in der Zukunft noch bedrohlichere, noch unmenschlichere Entschlüsse durchführen.
Wir als die Jinên Ciwanên Azad fragen uns wie weiterhin Frauen die AKP unterstützten können, schließlich gibt es auch unter AKP-Anhängern Frauen, Schwestern, Töchter und Enkel. Im Rahmen unserer Kampagne „Xwebûn Xweparastin“ appellieren wir an den Menschenverstand. Wir mobilisieren uns gegen jegliche Angriffe auf Frauen seitlich der männlichen hegemonialen Mentalität, damit wir den Schreien leidender Frauen eine gerechte Antwort geben können. Xweparastin (Selbstverteidigung) ist keine Schuld, sondern ein natürliches Recht, auf welches jede Frau zurück greifen muss.“

Edit: Hier gibt’s ein Video von Protestaktionen heute (21.11.) in Izmir.

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http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/11/20/stellungnahmen-der-hdplerinnen-und-kurdischen-freien-jungen-frauen-heilbronn-gegen-tuerkischen-gesetzesentwurf-heirate-deinen-vergewaltiger/feed/
HDP: hûn ne tenê ne. yalnız değilsiniz. ihr seid nicht allein. http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/11/07/hdp-hun-ne-tene-ne-yalniz-degilsiniz-ihr-seid-nicht-allein/ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/11/07/hdp-hun-ne-tene-ne-yalniz-degilsiniz-ihr-seid-nicht-allein/#comments Mon, 07 Nov 2016 19:58:23 +0000 Laura* Kurdistan verlinkt/zitiert http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/11/07/hdp-hun-ne-tene-ne-yalniz-degilsiniz-ihr-seid-nicht-allein/ In Istanbul protestierten heute Frauen* der HDP, verschiedene feministische/Frauengruppen und Verbündete gegen die als Geißelnahmen bezeichneten Festnahmen der HDP-Parlamentarier_innen (inklusive der Co-Vorsitzenden Yüksekdag und Demirtas) in den vergangenen Tagen.

Die HDP ist die „Partei der Völker“, welche sich für ethnische Minderheiten, LGBT-Rechte, Umwelt und allgemein Frieden, Selbstbestimmung und Demokratie einsetzt.
Nach dem Verhängen des Ausnahmezustandes über die gesamte Türkei (nicht mehr nur in den kurdischen Gebieten, wo seit letzten Sommer bereits Kriegszustände herrschen), dem Schließen sämtlicher oppositionellen Medien in den vergangenen Monaten und dem großflächigen Austausch von Personen in Justiz, Bildung, Polizei, Militär, Beamten etc. wird nun auch gezielt die parlamentarische Opposition beseitigt. Die verbliebenen Parlamentarier_innen der HDP, deren Immunität bereits im Juni aufgehoben wurde, legten am Sonntag ihre Tätigkeiten bis auf weiteres nieder und verkündeten, sich nun in den Straßen, Dörfern und Städten mit der Bevölkerung (ihren ca. 6 Millionen Wähler_innen) zu beratschlagen.

Protest gegen dieses Vorgehen regte sich bereits in allen Teilen der Türkei, Europas und quer durch die Welt.
In der Türkei ist das Vorgehen gegen diese Proteste wie nicht anders zu erwarten rigoros. Auch bei der Demonstration der Frauen*gruppen kam es zum Einsatz von Gummigeschossen, Drohungen, direkter körperlicher Gewalt und Festnahmen.

Hier ein paar Stimmen des Protests:

“We are here for our will and our future, we are resisting. Long live women’s solidarity”
„Wir sind hier für unseren Willen und unsere Zukunft, wir leisten Widerstand. Lange lebe Frauensolidarität“

“Women of HDP are not alone”
„Die Frauen der HDP sind nicht alleine.“

“Friends, never worry, one Figen goes, a thousand come in her wake, one Selahattin is imprisoned, a thousand Selahattins emerge,”
„Freund_innen, sorgt euch nicht. eine Figen [Yüksekdag] geht, tausend folgen ihr, ein Selahattin [Demirtaş] wird eingesperrt, tausend neue Selahattins treten auf den Plan.“

„We will not be intimidated, we will defend our will!”
„Wir werden uns nicht einschüchtern lassen, wir werden unseren politischen Willen verteidigen!“

“We refuse to be erased from the streets and from the parliament to return home, to be shut-in. Us women know the struggle for freedom is the only instruction and we will continue to be joyous and resistant.”
„Wir weigern uns, von den Straßen und aus dem Parlament zu verschwinden und nach hause zu gehen, uns einschließen zu lassen. Wir Frauen* wissen, dass der Kampf für Freiheit der einzige Auftrag ist und wir werden daran festhalten, freudig und widerständig zu sein.“

Link zur Berichterstattung der Frauen*organisationen auf Englisch

Aktuelle Berichte zur Lage auf deutsch

und, ein bisschen random, ein Aufruf an Internationalist*innen und Kurd*innen vom lower class magazine .

Jin, Jiyan, Azadî – Frauen, Leben, Freiheit.

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http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/11/07/hdp-hun-ne-tene-ne-yalniz-degilsiniz-ihr-seid-nicht-allein/feed/
[now in English:] 8th of March: Whose Day? Or: Who is Women*? http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/09/27/now-in-english-8th-of-march-whose-day-or-who-is-women/ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/09/27/now-in-english-8th-of-march-whose-day-or-who-is-women/#comments Tue, 27 Sep 2016 09:22:25 +0000 Laura* (Festival-)Reflexionen 2014/2015 Supporting Trans*-/Inter*-Sichtbarkeit http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/09/27/now-in-english-8th-of-march-whose-day-or-who-is-women/ Decided to have this post in English, too. :-)

Around the 8th of march a lot of feminist talks, demonstrations, parties and other events and actions took place that aimed at enriching exchange on (queer) feminist discussions and to take these (queer) feminist issues and struggles to the streets. Many of the activists involved have been working at linking several struggles and dimensions, through cooperations with different groups, taking into account topics of international feminist struggles and the situation of refugee (women*) in Germany, providing translation and trying to organize demonstrations that could be attended safely by refugees (without papers), too (for example the march organized by International Women’s Space in Berlin or the Reclaim Feminism demonstration in Cologne). The necessity of considering different structures of oppression has been made visible in many spaces – even if there is still a lot to do in many regards.
There is one barrier concerning the inclusion of diverse social positions and identifications which one encounters already in most events‘ titles or related texts: women*. More specifically: the usage of the term women*. Often, the term women* is used in reference to the notion that through the asterisk all persons who are perceived as women* and thereby face sexist/misogynist discriminations are addressed.

The radical left trans* network w.i.r. from North Rhine-Westphalia discusses its use in their critique of 2014’s call for the 8th of march in Berlin:

„Trans*men, male trans*, trans*boys are NOT women – neither with nor without an asterisk. In your definition you include persons who are or who have been fighting against the coercive categorization as such for years. Doing this, you are unfortunately being ignorant towards any kind of self-determination on identification for trans*persons. (…) Trans*women and Inter*women are women. With or without an asterisk. We understand the asterisk in women* rather as a symbol for the category woman being constructed.“

The comic strip „Not Even With *. Women’s Fight Day 2016″ by bleistiftrebellx indicates that this critique keeps being problematic.

Regarding women* a sufficient collective term results in continuously excluding persons feminist struggles want to invite, connect to and be in solidarity with – usually against the organizers‘ original intentions. Transmen and nonbinary persons are not women*. Whenever we formulate invitations, talk about experiences in sexist social structures or want to address social groups according to how they are affected by structures of oppressions for any reason, we need to be aware of the intension and objectives and related experiences:
Are we actually talking about women*? If yes, are transwomen*’s perspectives reflected, too? Have lesbians‘ experiences been considered? Do we focus on cis-gender lesbian women* only? Are we talking about WomenLesbianTransInter*? Did we interrogate the condition of children who have been categorized as intersex and become the target of non-consentual genital mutilation? Are intersex persons welcome who identify as male? Does an invitation to trans* persons explicitly include transmen, transwomen and nonbinary transpersons? How are these diverse experiences embedded? Is an event supposed to be open to all genders or for anyone but cis-gender guys? How is the door policy? …

This is a bunch of questions (and these ones only relate to the dimension of gender…), but if we want to unite in our events and struggles to fight sexist structures together and do not want to exclude (potential) allies, it is worth considering and answering them honestly. Not only for the 8th of march, but all days.

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http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/09/27/now-in-english-8th-of-march-whose-day-or-who-is-women/feed/
[english:] Materials on Transmisogyny http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/08/26/english-materials-on-transmisogynie/ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/08/26/english-materials-on-transmisogynie/#comments Fri, 26 Aug 2016 18:09:43 +0000 Laura* verlinkt/zitiert Supporting Trans*-/Inter*-Sichtbarkeit http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/08/26/english-materials-on-transmisogynie/ Since most of the materials I linked in the last post are in English anyway, I decided to sum up the earlier blog post and list just the English speaking resources.

Let’s jump right to it:
I was lucky enough to attend a Workshop by Louzie (she’s a political activist who focuses among lots of other topics – on trans* and trans*femininity issues – see her profile on the female speakers‘ list), which was super helpful – thanks Louzie!

Few points I learned are that were discussed in the workshop:
- Transmisogynie aims for the performance, not for identity; so all ‚male-appearing‘ persons that perform are seen to perform in a ‚feminin‘ way can be effected by that, including cis-males.
- we briefly discussed feminist socialisation and its impact on expectations and (hidden) rules, coming with (potential) exclusions.
- we heard about transwomen’s experience to be judged and excluded due to reproaches of ‚male dominant behaviour‘ – while cis-women are not called out for the same behaviour. Short question to remember whenever you wonder if critizising someone’s behaviour is transmisogynie or not: „Would it be a problem when a cis-woman did the same? No? Then it’s transmisogynie.“
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Here’s a list of materials on Transmisogynie, recommended by Louzie (May 2016):

Books

Mock, Janet (2014). Redefining Realness. My Path to Womanhood, Identity, Love & so much more.
Atria Books

Serano, Julia (2007). Whipping Girl: A Transsexual Woman on Sexism and the Scapegoating of
Femininity. Berkeley: Seal Press

Serano, Julia (2013). Excluded: Making Feminist and Queer Movements More Inclusive. Berkeley:
Seal Press

binaohan, b. (2014). decolonizing trans/gender 101. Toronto: biyuti publishing

Movies

„After Stonewall“ (1999)

„bell hooks and Laverne Cox in a public dialogue at The New School“

„Cruel and unusual“ (2006)

„I am a woman now“ (2011)

„Muslim Drag Queens“ (12.01.2015)

„Sylvia Rivera – Y‘all better quiet down“ (1973)

Texts online

Serano, Julia: „Transmisogyny Primer“

„Transmisogyny 101: What it is and what we can do about it“

Reed, Natalie (06.03.2012): „A Beginner’s Guide To Trans-Misogyny“

Serano, Julia (2013): „How to Be an Ally to Trans Women *Excerpt from Excluded*“

Berg, Alex (09.03.2013): „Are queer women leaving trans women behind?“

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Here some links to media productions by transwomen that I liked and found helpful as an ally:

6-episodes of Fiction: her story (written by Jen Richards & Laura Zak who describe it as „sweet as fuck“)

Zine:Fucking Trans Women (Miranda Darling Bellwether) [note: contains explicit pictures about sex and genitals]

Book: Transgender History (Susan Stryker)

Doku-Serie: True Trans (with Laura Jane Grace of AGAINST ME!)

Plus: recently on an international level….: lgbti-news on the murder of the transwoman and activist Hande Kader in Turkey and prostest by friends and allies:
“Don’t be silent, shout, trans exist.”

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http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/08/26/english-materials-on-transmisogynie/feed/
Transmisogynie Materialtipps – Louzies Liste http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/08/20/transmisogynie-materialtipps-louzies-liste/ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/08/20/transmisogynie-materialtipps-louzies-liste/#comments Sat, 20 Aug 2016 14:47:05 +0000 Laura* verlinkt/zitiert Supporting Trans*-/Inter*-Sichtbarkeit http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/08/20/transmisogynie-materialtipps-louzies-liste/ Zum Thema Transmisogynie gab’s im Nachgang zum achten März hier schon ein paar Links…
Da ich in der Zwischenzeit die Freude hatte, einen Workshop zum Thema bei Louzie besuchen zu können, gibt es heute nochmal eine breitere Auswahl – denn Louzie hat mir netterweise ihre Liste mit Materialtipps zukommen lassen und ich darf sie hier für euch digital bereitstellen :-)

Aus dem Workshop hier nur drei kurze Punkte, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind:

  • „Transmisogynie zielt auf die Performance, nicht auf die Identität“ – daher kann sich Transmisogynie auch gegen z.B. feminin gekleidete/gestylte Cis-Männer richten.
    (Feminin/maskulin bezieht sich in dieser Begriffsverwendung dabei auf Performance, während weiblich/männlich auf die Identifikation Bezug nimmt.)
  • Auf die Frage, welche Rolle die Sozialisation in diesem Zusammenhang spielt, kam Louzie auf „feministische Sozialisation“ (oder auch politische Sozialisation in linken u.ä. Räumen?) zu sprechen – also in welchen Räumen und Kontexten lernen wir denn wodurch, wie z.B. queere Räume sein sollen oder welches Verhalten vom wem wann o.k. ist … Interessanter Punkt wie ich finde.
  • Außerdem ging es auch darum (etwas grob zusammengefasst hier), dass das Verhalten von Transfrauen in queeren Räumen oft besonders kritisch beäugt wird und ihnen (potentiell) häufiger als Cis-Frauen ‚männliches‘ Verhalten vorgeworfen wird, evtl. mit der Konsequenz eines Raumverweises oder eines Meidens dieser Räume vonseiten der Transfrauen. „Wie kann ich feststellen, ob es sich um Transmisogynie handelt ? Ganz einfach in dem ich mir die Frage stelle: Wäre es ein Problem, wenn es eine Cis-Frau das gleiche macht? Wenn die Antwort „nein“ ist – dann handelt es sich um Transmisogynie.“

Zu Louzie: „Louzie ist politische Aktivistin mit gesamtgesellschaftlicher Perspektive. Sie hat einen politischen Hintergrund in kapitalismuskritischen und Ökologie-Bewegungen, sowie einen beruflichen in IT und Kulturwissenschaften. Ihre derzeitigen Arbeitsschwerpunkte sind konsensuelle Sexualität und Antidiskriminierungsarbeit für trans* Menschen, besonders trans* Weiblichkeiten.“
Ihr findet Louzies Profil auf der Speakerinnenseite und könnt sie dort auch für Workshops anfragen – ich fand den Workshop sehr wertvoll, Louzie war sehr klar in ihrem Input und bei der Beantwortung unterschiedlichster Fragen und ich hatte den Eindruck, dass Leute mit recht unterschiedlichem Vorwissen etwas mit dem Workshop anfangen konnten. Ich kann euch also nur empfehlen die Gelegenheit zu ergreifen und sie einzuladen :-)

Vielen Dank Louzie!

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Transmisogynie – Materialtipps
Zusammengestellt von Louzie
Stand: Mai 2016

Bücher / Books

Mock, Janet (2014). Redefining Realness. My Path to Womanhood, Identity, Love & so much more.
Atria Books

Serano, Julia (2007). Whipping Girl: A Transsexual Woman on Sexism and the Scapegoating of
Femininity. Berkeley: Seal Press

Serano, Julia (2013). Excluded: Making Feminist and Queer Movements More Inclusive. Berkeley:
Seal Press

binaohan, b. (2014). decolonizing trans/gender 101. Toronto: biyuti publishing

Filme / Movies

„After Stonewall“ (1999)

„bell hooks and Laverne Cox in a public dialogue at The New School“

„Cruel and unusual“ (2006)

„I am a woman now“ (2011)

„Muslim Drag Queens“ (12.01.2015)

„Sylvia Rivera – Y‘all better quiet down“ (1973)

Texte im Internet

Serano, Julia: „Transmisogyny Primer“

„Transmisogyny 101: What it is and what we can do about it“

Reed, Natalie (06.03.2012): „A Beginner’s Guide To Trans-Misogyny“

w.i.r. (2012): „Same discussion as every year. Intervention gegen die (bewusste oder unbewusste)
Ausgrenzung von trans* Frauen“

Sakura und Louzie (2015): „Transmisogynie“

Serano, Julia (2013): „How to Be an Ally to Trans Women *Excerpt from Excluded*“

Berg, Alex (09.03.2013): „Are queer women leaving trans women behind?“

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Hier außerdem noch ein paar Links von mir, zu Dingen die ich alle sehr sehens-/lesenswert fand;
es sind alles (englischsprachige) Medienproduktionen von Transfrauen, welche unterschiedliche Erfahrungsbereiche aufgreifen:

6-teilige Serie (Fiktion): her story (written by Jen Richards & Laura Zak who describe it as „sweet as fuck“)

Zine:Fucking Trans Women (Miranda Darling Bellwether) [note: explizite Beschreibungen und Darstellungen von Sexakten und Fotos von Genitalien; die Autorin verkauft die Zines inzwischen für 5 Dollar]

Buch: Transgender History (Susan Stryker)

Doku-Serie: True Trans (mit Laura Jane Grace von AGAINST ME!)

Edit mit aktuellem internationalen Bezug:
Gestern wurde in Istanbul und der Osttürkei für Transrechte und gegen Gewalt gegen Trans(frauen) demonstriert. Trauriger Anlass war der kürzlich verübte Mord an Hande Kader, einer Transfrau, die selbst LGBTI-aktivistisch war. Ihr Tod erregte viel Aufsehen und viele Freund_innen, Verbündete und Unterstützer_innen sind dieser Tage auf der Straße und fordern Gerechtigkeit. Trotz Polizeidrohungen rufen sie: „Seid nicht still. Ruft es laut: Trans* existieren!“

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http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/08/20/transmisogynie-materialtipps-louzies-liste/feed/
[kurz verlinkt:] „Ein Trans*Kinderbuch fürs Klassenzimmer!“ (Sophie Labelle) http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/07/18/kurz-verlinkt-ein-transkinderbuch-fuers-kalssenzimmer-sophie-labelle/ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/07/18/kurz-verlinkt-ein-transkinderbuch-fuers-kalssenzimmer-sophie-labelle/#comments Mon, 18 Jul 2016 15:28:37 +0000 Laura* verlinkt/zitiert Supporting Trans*-/Inter*-Sichtbarkeit http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/07/18/kurz-verlinkt-ein-transkinderbuch-fuers-kalssenzimmer-sophie-labelle/ [Die wichtigsten Infos übersetzt:]

Sophie Labelle, Cartoonistin (assignedmale) und Kinderbuchautorin hat eine neue Aktion gestartet:
Ihr Kinderbuch mit dem Titel „Ein Mädchen wie jedes andere“ (über die Transition eines Kindes und über seine Familie, Freund_innen etc.) soll kostenlos an Grundschullehrer_innen verschickt werden.

Dafür müssen Lehrer_innen ihr lediglich bis 15. August eine Nachricht an sophie@assignedmale.com oder über Facebook schicken.

Finanziert wird das ganz über eine Crowfunding-Kampagne. (In 2 Tagen kamen schon fast 2.000 Dollar zusammen!)

Falls ihr also Lehrer_in seid oder solche kennt, dann sorgt doch gerne für eine Bestellung (memo: das Buch ist auf Englisch). Und/oder spendet noch einen Beitrag.

Hier der original Text von Sophie:

Get a trans book in classrooms!

Hey there!

I am Sophie Labelle, a cartoonist as well as a children’s literature author.

As a former elementary school teacher, I know how limited classroom budgets are, but as someone who grew up trans, I also know how important it is for trans youth to be in contact with positive trans fictional characters. So here’s my idea :

I made this children’s book titled „A Girl Like Any Other“ about four years ago, about a young girl’s transition and her family and friends. It’s basically the book that launched my career as an author. It allowed me to draw more and to meet some of the most amazing families that I know, and gave me the background setting for my comic series „Assigned Male“.

As it’s almost back-to-school time, I want to send copies of the book for free to elementary teachers that are willing to have it in their classrooms. All they will have to do is to send me a message at sophie@assignedmale.com or on Facebook before August 15th.

The goal is to get the budget to print 200 copies as well as enough money to cover shipping fees for all over the world. I‘ll adjust the goal if I see that the demand is higher than that.

It costs around 8$ to print one single copy, and we can estimate a median of 4$ for the shipping (it’s 2$ for Canada – where I live, – 3$ for the US and 5.50$ worldwide). We need to add 7% for the handling of the money by GoFundMe and Paypal, so that’s 12.84$ per copy – so 2568$ for 200 copies.

If there’s any money left from the campaign, it will be donated to the Trans Lifeline.
Help spread the word!“

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http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/07/18/kurz-verlinkt-ein-transkinderbuch-fuers-kalssenzimmer-sophie-labelle/feed/
[kurz verlinkt:] TILF*-Party am 6. Mai in Leipzig http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/04/17/kurz-verlinkt-tilf-party-am-6-mai-in-leipzig/ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/04/17/kurz-verlinkt-tilf-party-am-6-mai-in-leipzig/#comments Sun, 17 Apr 2016 12:10:51 +0000 Laura* verlinkt/zitiert Supporting Trans*-/Inter*-Sichtbarkeit http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/04/17/kurz-verlinkt-tilf-party-am-6-mai-in-leipzig/ Liebe Leute, die ihr im Raum Leipzig wohnt oder Anfang Mai vielleicht einen Ausflug dorthin machen wollt…

Mich erreichte von den Organisator_innen die Bitte, diese Party zu supporten, indem ich euch darauf hinweise – daher freue ich mich, folgende Partyankündigung hier zu spreaden:


TILF* & OUCH : Hypnotics Fabulous Queer-Feminists Dream
Freitag,06.05.2016, ab 23:00 @ IFZ
(An den Tierkliniken 38, Kohlrabizirkus, 04103 Leipzig, Germany)

***: english invitation below :***

L_Sa // 120>>135 BeatsPerMinute // Dresden
supaKC (NTCR, Leipzig)
SN 1Ø54//Atopie/Berlin

Wir präsentieren die etwas andere Queer Party für alle Inter*, Trans*GenderQueers und cis-Frauen. Egal ob weiß, schwarz oder PoC. Hetera_o, bi, pan, homo, kinky fetisch-liebend oder nicht. Die Veranstaltung ist ausnahmsweise nicht offen für cis-Männer. Lasst uns diese Nacht gemeinsam tanzen und uns von der cis- und hetero-normativen Mainstream-Gesellschaft befreien!
*cis bedeutet, wenn du dich mit dem dir bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizierst (Du also nicht Trans*GenderQueer bist)

Wir wehren uns gegen jede rassistische Vereinnahmung. Sexismus ist verwurzelt in weltweiten patriarchalen, weißen, hetero und cis Dominanzen. Diesen wollen wir mit unserer Veranstaltung etwas entgegen setzen! Wir stellen uns gegen jegliche Art von Sexismus, der unsere Gesellschaft auf allen Ebenen durchzieht.
Damit alle diesen Raum genießen können, machen wir auch alle – unabhängig von der äußeren Erscheinung – noch mal an der Tür darauf aufmerksam, wofür der Raum steht, wer eingeladen ist und was wir uns wünschen. Bitte achtet darauf, dass Gender nicht durch unsere Brüste oder das, was wir zwischen den Beinen haben, definiert wird. Denn uns ist wichtig, allen einen Raum zu geben, in dem wir nicht fremd-definiert werden, unser Geschlecht also nicht von Anderen bestimmt wird. Wir wollen betonen, das QPoC (Queer People of Colour) oder Personen*, die sich als Schwarz verorten (nicht cis-mänlich) ausdrücklich eingeladen sind. Auch Personen*, die sich innerhalb der Ace-community (Gray-/Asexualität) sehen, sind herzlich eingeladen. Ebenso gilt die Einladung allen Personen*, die sich als Pan-Poly-sexuell verorten. Und denen, die Homo-Bi-Pan-Poly-A-Gray-*-romantisch sind. Wir verstehen uns als sex-positiv-queer-feministisch und möchten, dass alle, die sich darin wiederfinden, bei uns wohlfühlen können.

http://transinterlesbianfeminist.blogsport.de
https://www.facebook.com/institutfuerzukunft/
https://www.mixcloud.com/L_Sa/
https://www.soundcloud.com/kcmusique
https://soundcloud.com/sn_1054
http://ifz.me/

***english***

TILF* & OUCH : Hypnotics Fabulous Queer-Feminists Dream
freitag,06.05.2016, ab 23:00

L_Sa // 120>>135 BeatsPerMinute // Dresden
supaKC (NTCR, Leipzig)
SN 1Ø54//Atopie/Berlin

We present another kind of Queer Party open to all Inter*, Trans*GenderQueers and cis-womyn. Whether you‘re white, black or people of colour: hetera_o, bi, pan, homo, kinky fetish-loving or not.. this event is not open to cis-males. For this one night let’s break free from the cis and heteronormative mainstream regime and dance towards our liberation!
*cis means that you identify with the gender assigned to you at birth & that you don‘t identify as Trans*GenderQueer.

We fight back against racist appropriation. Sexism allows for patriarchy worldwide and so white hetero and cis- supremacy. In this event we want to counter such supremacy! We stand up against all kinds of sexism, something found at all levels of society that isn‘t limited to boundary violations.
In order to create an enjoyable space for everyone, we will independently of your outer appearance address everyone at the door, stating what this space is about, who is invited and who we want this space to be for this night. Be aware that gender is not determined by what sits on our chests or by what we have in between our legs. It is important to us that this space is a space in which no one is defined by others, especially when it comes to our gender.
We emphasize that QPoc (queer people* of colour) or people* who are defining as black (not cis-male) are explicitly invited. People* of the Ace-Community (the gray/asexual community) are also
warmly invited. Our invitation is also addressed to all people* who define as pan-poly-sexual and to all people who define as homo-bi-pan-poly-a-gray-quoi-*-romantic. We – as organisers- understand ourselves as sex-positive radical queer feminists and would like that all who identify with
this concept feel welcome in this space.

http://transinterlesbianfeminist.blogsport.de
www.facebook.com/institutfuerzukunft/
https://www.mixcloud.com/L_Sa/
https://www.soundcloud.com/kcmusique
https://soundcloud.com/sn_1054
http://ifz.me/

Und wer Facebook nutzt findet hier auch noch eine Eventseite.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Feiern!

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http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/04/17/kurz-verlinkt-tilf-party-am-6-mai-in-leipzig/feed/
[Übersetzt:] 5 Mythen, die dich von nicht-binärer [non-binary] Transition abhalten könnten http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/03/31/uebersetzt-5-mythen-die-dich-von-nicht-binaerer-non-binary-transition-abhalten-koennten/ http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/03/31/uebersetzt-5-mythen-die-dich-von-nicht-binaerer-non-binary-transition-abhalten-koennten/#comments Thu, 31 Mar 2016 13:39:30 +0000 Laura* Supporting Trans*-/Inter*-Sichtbarkeit http://heterosexismushacken.blogsport.de/2016/03/31/uebersetzt-5-mythen-die-dich-von-nicht-binaerer-non-binary-transition-abhalten-koennten/ Dieser Text von Micah erschien zunächst unter dem Titel „5 Myths About Non-Binary Transition“ auf Neutrois.me und wurde – mit ein paar Überarbeitungen des_der Autor_in – am 18. Juli 2015 auch auf everydayfeminismveröffentlicht.

Ich wurde von einer non-binary Person aus meinem Umfeld darum gebeten, den Text zu übersetzen und zu veröffentlichen, da auf Deutsch (bisher) wenig zum Thema zu finden ist. Nach Rücksprache mit Micah und everydayfeminism findet ihr hier nun endlich eine Übersetzung der zweiten Version.

[In den eckigen Klammern findet ihr im Originaltext Verlinktes – oder sie markieren Stellen, an denen ich mir mit der Übersetzung nicht sicher war oder ich englische Begriffe zusätzlich beibehalten wollte, wenn es sich um nicht exakt übersetzbare feststehende Wendungen handelt.]

Solidarische Grüße an alle Non-Binarys von einer Person mit Cis-Privilegien: Ich wünsche viel Empowerment beim Lesen; bei Kritik oder Änderungswünschen schickt mir gern eine E-Mail!
Laura*

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„Nachdem du scheinbar endlos nach genau dem richtigen Wort gesucht hast, das deine Erfahrungen außerhalb der Geschlechterbinarität beschreibt, hast du endlich eine Beschreibung gefunden, die DU schreit.
Oder vielleicht, wenn du dich nach einem jahrzehntelangen Hin und Her, zwischen maskulin und feminin pendelnd, genau in die Mitte pflanzt und dich damit fast der Schwerkraft widersetzt.
Und du warst voll Ekstase.
Das erste mal fühltest du dich gehört und verstanden. Du hast gespürt, dass es einen Ausweg aus dieser Geschlechterbinarität gibt, die dir verwehrt hatte zu leben.
Das ist alles kalter Kaffee für dich.
Du hast dein nicht-binäres Gender schon als Herzstück deiner Identität angenommen. Jetzt willst du etwas tun.
Nur … was?
Vielleicht hast du den Eindruck, Transition sei nur etwas für diejenigen, die „wirklich“ Transgender sind – und sich als Männer oder Frauen identifizieren. Schließlich ist ein Transmann ein Mann und eine Transfrau eine Frau.

Was heißt das für uns Trans-Nicht-Männer, Trans-Nicht-Frauen?

Durch schlechte Informationslage wimmelt es nur so von Mythen und falsche Vorstellungen um Nicht-Binäre Menschen und deren Möglichkeiten der Transition.
Das meiste davon ist falsch und tatsächlich ist es möglich, glaubwürdig zu transitionieren, Änderungen umzusetzen und dabei dir selbst treu zu bleiben.
Vorher musst du aber diese nervtötenden Mythen überwinden.

MYTHOS 1: Du kannst überhaupt nicht transitionieren
Dieser Mythos ist offensichtlich falsch. Ich – und viele andere wie ich – sind der lebende Beweis dafür.
Aber lasst ihn uns für einen Moment auseinander nehmen.
Für mich heißt transgender zu sein einfach, ein Gender zu haben, das nicht zu dem Geschlecht passt, welches dir bei der Geburt zugeschrieben wurde (was fast immer ausschließlich weiblich oder männlich ist und anhand der äußeren Genitalien entschieden wird). Die Wichtigkeit dieser Definition liegt im großzügigen Spielraum – sich außerhalb der Binarität zu identifizieren und gleichzeitig die geteilte Erfahrung anzuerkennen, sich mit dem Geschlecht unwohl zu fühlen, welches eine*r nach den Erwartungen anderer haben sollte.
Sobald mir klar wurde, dass ich nicht „ein Mann sein wollen“ musste um transgender zu sein, war ich sehr erleichtert, habe mich niedergelassen und es mir mit dem Trans-Label gemütlich gemacht. Mich bewusst als transgender zu identifizieren bot mir nicht nur den Zugang zu unschätzbaren Quellen, sondern schenkte mir auch eine Community: eine Gruppe von Menschen in denen ich mich selbst – meine Erfahrungen, Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunft – wiederfinden konnte.
Die zweite Annahme, die in diesem Mythos steckt, ist das Konzept der Transition nur innerhalb der binären Falle zu verwenden [Link: trapping the concept of transition within a binary].
Nochmal: Ich muss nicht „ein Mann sein wollen“ um „keine Frau zu sein“ – das sind keine sich gegenseitig ausschließenden Wege.
Bei einem Workshop sagte mal eine Person: „Ich gehe nicht von A nach B. Das einzige was ich sicher weiß ist, dass ich A verlassen habe.“
Es ist in Ordnung, wenn dein Ziel noch unbekannt ist. Solange der nächste Schritt direkt vor deiner Nase ist, gibt es keinen Grund, ihn nicht zu gehen.

MYTHOS 2: Du kannst nicht medizinisch transitionieren
Falsch. (Na klar, alles sind Mythen, daher werden alle falsch sein, ich höre jetzt also auf das zu sagen.)
Die WPATH [World Professional Association for Transgender Health – Weltgesundheitsorganisation für Transgender-Gesundheit] hat 2011 die siebte Version ihrer „Standards of Care“ herausgebracht [Link: 7th version of their Standards of Care] – Und das erste Mal überhaupt waren Menschen mit nicht-binärem Gender mit aufgenommen.
Irgendwie jedenfalls.
Absichtlich vage benennen die neuen Richtlinien „Ziel-Gender“ statt „gegenteiliges [opposite] Geschlecht“. Sie befürworten die Verwendung von informierter Zustimmung [Informed Consent], damit medizinisches Personal eher als Unterstützer_innen denn als Zugangsbeschränkende [Gatekeeper] auftreten. Und die WPATH macht deutlich, dass dies Richtlinien sind, nicht Regeln, und betont dabei ein ganzheitliches Betreuungsmodell um Personen gemäß einer Einzelfallbetreuung zu behandeln statt einfach einen pauschalen Regelsatz anzuwenden.
Also, offiziell seid ihr abgedeckt.

Aber wir wissen natürlich alle einiges darüber, gegen den Strom schwimmen zu müssen um glücklich zu sein.
Standards oder Richtlinien sollten dich nicht davon abhalten, das zu suchen (oder zu finden) was du brauchst.
Zum Beispiel hatte ich meine Brustoperation [Link: top surgery] bevor die WPATH die „Standards of Care“ aktualisierte, als Hormone und „gegenteiliges [opposite] Geschlecht“ und „12 Monate Lebenserfahrung“ die „offizielle“ Norm waren.
Ich hatte die Operation ohne eine Bescheinigung einer_s Psychiater_ins [? – „ mental health professional“] (was übrigens immer noch eine Anforderung ist, sogar unter den neuesten Standards of Care). Ich hatte diese Operation ohne das Vorhaben weiterer Transition. Das war, was ich meinem Gefühl nach in dieem Moment tun musste, also habe ich es voran getrieben.
Aber oft ist das, was uns zögern lässt, nicht die Regulierung von außen.
Klingt „nicht trans* genug“ vertraut?
Egal ob es von äußerem Druck des Umfelds oder inneren Zweifeln kommt, wir tragen eine Art Schuldgefühl mit uns herum, dafür dass wir Leistungen in Anspruch nehmen die wir nicht „wirklich brauchen“, da wir nicht „wirklich trans*“ sind oder von welchen anderen einschüchterne Parolen [scare quote phrases] wir uns mental zu überzeugen versuchen.
Es gibt nichts, was ich noch hinzufügen kann, um dich zu versichern, dass das komplett, völlig falsch und ungültig ist – außer nochmal zu betonen, dass egal was die anderen (oder dein Kopf) sagen, es einfach nicht stimmt.
Ich beende diesen Teil mit folgender Geschichte: Ein paar Tage nach meiner Operation war ich emotional sehr verletzlich [Link: I found myself emotionally vulnerable]. Ich bin ausgeflippt wegen meiner übel zugerichteten, blutigen Brust und stellte verzweifelt meine Entscheidung in Frage. Ich sagte meinem Vater immer wieder: „Was, wenn das ein Fehler war? Was, wenn das alles nur irgendsoeine radikale Vorstellung ist, auf die ich mich da eingelassen habe?“
Er antwortete mir sehr geduldig: „Na, und warum solltest du dich dann auf diese Vorstellung einlassen?“
Selbst die Vorstellung wir seien nicht wirklich trans* ist nur ein Konstrukt.

MYTHOS 3: Du kannst nicht sozial transitionieren
Wieder Falsch! (Okay, letztes mal, versprochen!)
Du kannst – gewissermaßen.
Soziale Transition bedeutet in jedem Szenario viel Arbeit, allerdings mehr davon wenn dein Gender außerhalb der Binarität fällt.
Namensänderungen oder ungewohnte Pronomen zu haben bedarf viel an Erläutern, immer wieder daran erinnern, sich gegen das Geläufige auflehnen und eine beschämende Furcht davor, lächerlich zu klingen oder nicht ernst genommen zu werden.
Manchmal kann diese Furcht auch Wirklichkeit werden.
Solange du gewillt bist, Arbeit rein zu stecken, besteht die Chance, dass du deinem Ideal nahe kommst. Vor allem wenn dich nur auf die wenigen Dutzend Leute fokussierst, die du jeden Tag triffst – die bis zu 90% deiner sozialen Interaktionen ausmachen und auch gewillt sind, mit dir da Arbeit rein zu stecken – ist es möglich an einen Ort zu kommen, wo du dich verflixt gut mit dir fühlen kannst.
Es wird wahrscheinlich nie perfekt sein [Link: It’ll probably never be perfect], aber das ist schließlich nie etwas.
So lieb es mir auch wäre, wenn Unbekannte aufhören würden mich mit „Dame“ oder „Herr“ anzusprechen, wäre es mir noch viel lieber, wenn irgendwelche Unbekannten „Guten Morgen“ sagen, mich nicht blöde anstarren, mich nicht im Bus herumschubsen würden und insgesamt einfach ein bisschen freundlicher wären.
Ein großer Teil der Transition (wie bei allem anderen im Leben auch) heißt lernen zu akzeptieren, was möglich ist und was nicht – und sich damit zu arrangieren, dass wir alle nicht perfekt sind und und nicht perfekte Leben leben.
Aber wenn wir uns anstrengen, kann die Grenze zwischen dem Unmöglichen und der Realität sich verschieben – langsam und stetig vorwärts.

MYTHOS 4: Du kannst rechtlich nicht transitionieren
Das kommt wirklich drauf an.
Der rechtliche Bereich ist so komplex wie das Gender-Spektrum, daher will ich nicht zu tief darauf eingehen.
Weltweit ist es – mit weniger als einer Handvoll Ausnahmen – derzeit tatsächlich unmöglich, dein Geschlecht rechtlich in etwas anderes als männlich oder weiblich zu ändern.
Dennoch ist es möglich von einem zum anderen zu wechseln, auch wenn du dich mit beiden nicht identifizierst.
Denk daran, dass „rechtliches Geschlecht“ ein soziales Konstrukt ist: Es ist nur so gut wie das Dokument auf dem es steht.
In den USA gibt es für jedes Dokument eigene Regeln dafür, wie das darauf eingetragene rechtliche Geschlecht geändert werden kann, oft erfordert es mindestens einen spezifischen medizinischen Bescheid [? generic medical letter] (DMV oder US-Pass), bestimmte Operationen [Link: some sort of surgery] (Geburtsurkunde), oder ein bestimmtes Set an Operationen (in vielen Ländern) bis hin zu womöglich langen und kostspieligen Gerichtsprozessen mit Ärzt_innen, Anwält_innen und Richter_innen (zum Beispiel in Deutschland).
Eins ist sicher: Du wirst sehr viel Papierkram erledigen müssen.
Unterm Strich musst du dich einfach fragen ob es wert ist den Schritt zu gehen, wenn das Ergebnis immer noch nicht ideal sein wird – und hab keine Angst davor mit „ja“ zu antworten.

MYTHOS 5: Niemand wird dich lieben
Unsere Körper sind alle unterschiedlich.
Ich zum Beispiel bin klein – sehr, sehr klein. Ich war also in den meisten konkurrenzbetonten Sportarten ziemlich schlecht, da mir meine Gegner_innen immer sozusagen haushoch überlegen waren. Das hat meine Chancen, Liebe zu finden, auch ernsthaft geschmälert, denn mit jemandem zusammen zu sein, der_die einen Kopf größer ist als ich wäre mir unangenehm.
Aber im Ernst.
Gender – und der vergeschlechtlichte Körper – gilt als „legitimer“ Grund, jemanden zu mögen oder nicht zu mögen. Ich meine, die meisten Leute streichen schon die Hälfte der Bevölkerung, einfach dadurch dass sie eine Vorliebe für ein Gender deklamieren, allgemein bekannt als sexuelle Orientierung.
Statt auf Gender kann ich viel leichter auf die Unzahl anderer Kriterien Bezug nehmen, auf Grund deren jemand gerne mit mir ausgehen/kuscheln/vögeln würde oder nicht – egal ob es dabei um deinen Körper (klein), deinen Geist (analytisch), deine Gefühle (stoisch), oder deine Persönlichkeit (mutig und ein wenig rechthaberisch) geht, wo du lebst (am anderen Ende der Welt), welche Musik du magst (jazzercise), oder sogar um solchen Kram wie ob du ein Katzen- oder Hundetyp bist (nur niedliche Welpen bitte).
Und bei diesem heiklen Netz von Anforderungen ist ja wohl klar, dass du diese magische Verbindung nicht mit irgendwem finden wirst.
Also vergiss Gender und die Voreingenommenheit der Leute davon, konzentrier dich darauf Leute zu finden, die alles andere an dir mögen.
Vor allem konzentrier dich auch darauf dich selbst zu lieben.

Zum Schluss nimm dir noch einen Moment und bedenke, dass du – eine ganz gewöhnliche Person – es geschafft hast, zu diesen erhellenden Schlüssen über Geschlechterbinarität zu kommen.
Wer kann schon sagen, dass irgendwelche anderen Typen/Typinnen/Typedidüpps das nicht auch schaffen?

Transition: Es ist nicht einfach, aber es lohnt sich
Ich hab eine Weile gebraucht um zu kapieren, dass nicht-binäre Transition – unter meinen eigenen Bedingungen – überhaupt eine Möglichkeit war.
Ab da habe ich unzählige schlaflose Nächte mit wildem Recherchieren verbracht, angefangen beim Herausfinden, was ich ich will, über die Frage, was das für mein Gender bedeuten würde, bis zum schlussendlichen Organisieren dessen, was es dafür brauchte.
Vieles davon musste ich für mich selbst herausfinden.
Nicht-binäre Transition ist mit unbeantworteten Fragen verschlüsselt, die jede*r am Ende selbst für sich beantworten muss.
Manchmal ist die beste Antwort „kommt drauf an“ oder „das liegt wirklich in deiner Hand“ oder sogar „das ist scheiße, aber damit musst du klarkommen“.
Aber immerhin denken wir darüber nach, tauschen unsere Geschichten aus und finden es gemeinsam heraus. Manchmal ist es einfach eine Frage von Aufmerksamkeit; wenn Leute wissen, wo sie suchen müssen, werden sie auch eher etwas finden.
Die Transition hat mir Trost und Glücklichsein gebracht, wie es für mich nie erreichbar schien – und ich hoffe das kann sie für euch auch.“

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