Archiv der Kategorie 'Offene Briefe'

[Gastbeitrag:] Ein Brief an feministische Frauen(Lesben)-(Polit)gruppen: Über Frauen(Lesben)-Räume, (Queer-)Feminismus und nicht-binäre Genderverortung_identifikation

[Und hier wieder ein Crosspost aus der Kategorie ‚Supporting Trans* Sichtbarkeit‘, der von einer_m Gastautor_in auf mädchenmannschaft erschienen ist; dort habt ihr auch die Möglichkeit, euch über die Kommentarfunktion an einer Diskussion zu beteiligen, da die mädchenmannschaft als Kollektiv mehr Zeit & Nerven für die Moderation hat (-: ]


„Ich verorte mich als genderqueere Person und queer-feministische_r Trans*aktivist_in. Ich schreibe eigentlich keine Texte wie diese, habe keine theoretischen Auseinandersetzungen mit (Queer-)Feminismus, kann keine Theoretiker_innen lesen, habe nicht studiert, habe kein richtiges Abitur aber eine Konzentrationsschwäche. Also kann ich in folgendem Text nur mit meinen politischen Auseinandersetzungen und meinen Gefühlen argumentieren.

Liebe feministische Frauen(Lesben)-(Polit)gruppen,
ich fühle mich dem Feminismus stark verbunden, er begleitet mich seit ein paar Jahren und ich definiere mich sehr stark über ihn. Ich habe in den letzten Jahren einige offene Veranstaltungen von Frauen(Lesben)-Politgruppen besucht und unterstützt und finde viele Themen sehr, sehr wichtig. Manchmal weiß ich aber nicht so recht ob ich diesen Kampf überhaupt mitkämpfen darf, denn Identitäten_Verortungen außerhalb von Frau und Mann finden bei euch kaum_keine Erwähnung. Ich weiß, dass Anerkennung für feministische Themen oft sehr rar ist, was es nicht immer einfach macht dafür zu Kämpfen. Trotzdem ist mir wichtig, auch an euch meine Kritik herantragen zu dürfen:

Ich bin keine Frau, bin aber auch kein Mann. (mehr…)

Offener Brief/Antwortvorlage an weiße Autor_innen und Verlage

Leider empfiehlt es sich auch 2014 noch, eine Antwortvorlage für weiße Autor_innen und Verlage parat zu haben, die in allen möglichen und unmöglichen Zusammenhängen in Büchern und Texten das N-Wort verwenden. Ich habe mir eine solche nun zugelegt. Wann immer nötig, kann ich als Mindestreaktion jetzt immerhin darauf zurückgreifen…:

Liebe_r Autor_in/Lieber [Soundso-]Verlag, (mehr…)

Offener Brief an feministische Frauen-/Mädchen-Projekte

Aus aktuellem Anlass habe ich eine Rückmeldung an ein feministisches Frauen/Mädchen-Projekt verfasst, da mich der dort entstandene Ausschluss von trans*Perspektiven und -Personen sehr betroffen gemacht hat. Ich gehe davon aus, dass diese Überlegungen leider auch auf andere, ähnliche Gruppe und Konzepte zutreffen und stelle den anonymisierten Text daher als offenen Brief hier ein.
[Siehe zum Thema auch den Post „(Festival-) Reflexionen #1: Trans* in queerfeministischen Räumen“]

Liebes [feministisches Frauen/Mädchen-Projekt].

Ich habe kürzlich an einer eurer Veranstaltungen teilgenommen und habe mir dadurch zwangsläufig Gedanken über den Ausschluss von trans*Personen durch euer Konzept gemacht. Ich bin selbst nicht trans*, weiß aber von mehreren trans*Personen, dass euer Konzept für sie mit Aussschlusserfahrungen verbunden ist; (mehr…)

Lieber Ray

Lieber Ray.

Ich weiß nicht, wie viel bei dir ankommt von den Wellen, die das Hackerjeopardy geschlagen hat, oder was du davon abbekommst.
Bei mir als ‚Betroffene‘ sowie ‚Kritikerin‘ kommt sehr viel an – nicht zuletzt Verteidigungen deiner Person und deines Verhaltens, sowie (gelinde gesagt) Kritik an meiner Berichterstattung, Haltung, Position und Person (inklusive einer sehr detaillierten Übersicht, welche Klischees mir zugeschrieben werden und eine deutliche Artikulation, wo die Kommentierenden mich hinwünschen.)

Ein großer Streitpunkt scheint zu sein, ob ich berechtigt bin, dein Handeln zu kritisieren – und wer beurteilen kann, was du dir dabei gedacht hast, welche Haltung dahintersteckt oder ob dein Handeln legitim war. Ich finde es wichtig, hier klarzustellen: Was du dir dabei gedacht hast, was du damit aussagen wolltest und von welchen Voraussetzungen du dabei ausgingst – kann ich nur vermuten und ist überhaupt nicht der zentrale Punkt. (mehr…)