Archiv der Kategorie 'Gastbeiträge'

[Gastbeitrag:] Das Undenkbare verlangt nach einer Sprache! Über geschlechts“neutrale“ Pronomen

Heute darf ich den Beitrag einer Person veröffentlichen, welche auf der Suche nach einem eigenen Platz in einer Welt voll Zwang zur Zweigeschlechtlichkeit Gedanken zum Thema ‚nicht-zweigeschlechtliche Pronomen‘ mit uns teilt … Vielen Dank an Verfasserx Charlie!

„Warum macht es dich denn so fertig, als Frau/Mann wahrgenommen zu werden? Coole Leute sehen dich eh einfach als Mensch, egal was du bist oder wie du aussiehst. Und die anderen kannste eh vergessen.“

So was Ähnliches habe ich schon öfters gehört, wenn ich versucht habe, mit wichtigen Menschen über meine Auseinandersetzungen mit (meinem) Geschlecht zu reden. Und obwohl sie im Idealfall lieb und bestärkend gemeint sind, würde ich diese Sätze nicht zum Ausprobieren an der von-Genderproblemen-geplagten Person deiner Wahl empfehlen. Warum, das wird hoffentlich in diesem Text noch ganz nebenbei deutlich werden. Denn eigentlich soll es hier um Pronomen gehen, oder, noch enger gedacht, um meine Pronomen. (mehr…)

[Gastbeitrag:] Ein Brief an feministische Frauen(Lesben)-(Polit)gruppen: Über Frauen(Lesben)-Räume, (Queer-)Feminismus und nicht-binäre Genderverortung_identifikation

[Und hier wieder ein Crosspost aus der Kategorie ‚Supporting Trans* Sichtbarkeit‘, der von einer_m Gastautor_in auf mädchenmannschaft erschienen ist; dort habt ihr auch die Möglichkeit, euch über die Kommentarfunktion an einer Diskussion zu beteiligen, da die mädchenmannschaft als Kollektiv mehr Zeit & Nerven für die Moderation hat (-: ]


„Ich verorte mich als genderqueere Person und queer-feministische_r Trans*aktivist_in. Ich schreibe eigentlich keine Texte wie diese, habe keine theoretischen Auseinandersetzungen mit (Queer-)Feminismus, kann keine Theoretiker_innen lesen, habe nicht studiert, habe kein richtiges Abitur aber eine Konzentrationsschwäche. Also kann ich in folgendem Text nur mit meinen politischen Auseinandersetzungen und meinen Gefühlen argumentieren.

Liebe feministische Frauen(Lesben)-(Polit)gruppen,
ich fühle mich dem Feminismus stark verbunden, er begleitet mich seit ein paar Jahren und ich definiere mich sehr stark über ihn. Ich habe in den letzten Jahren einige offene Veranstaltungen von Frauen(Lesben)-Politgruppen besucht und unterstützt und finde viele Themen sehr, sehr wichtig. Manchmal weiß ich aber nicht so recht ob ich diesen Kampf überhaupt mitkämpfen darf, denn Identitäten_Verortungen außerhalb von Frau und Mann finden bei euch kaum_keine Erwähnung. Ich weiß, dass Anerkennung für feministische Themen oft sehr rar ist, was es nicht immer einfach macht dafür zu Kämpfen. Trotzdem ist mir wichtig, auch an euch meine Kritik herantragen zu dürfen:

Ich bin keine Frau, bin aber auch kein Mann. (mehr…)

[Gastbeitrag:] trans*parent – trans* und Elternschaft

Heute mal kein Text von mir, sondern ein Crosspost von mädchenmannschaft.net…:

E findet in der ‘öffentlichkeit’/sichtbarkeit meistens nicht die ‘richtigen’ worte oder wird nicht angehört oder gesehen, daher hat E irgendwann 2014 eine mutig-wütende bildbeschreibung von dem selbstbild als trans* und elternteil entworfen. keine rechtfertigung, sondern überwindung der sprachlosigkeit.

ich bin trans*parent.

ich bin trans* und elternteil (parent) für mein kind = trans*parent.

ich habe das bedürfnis über mich zu schreiben, weil ich selber keine menschen mit ähnlichen lebensumständen kenne.

wenn ich mich skizzieren würde, hätte ich zuallererst meinen selbstfindungsprozess im zusammenhang mit meiner geschlechtsidentität, meinem körper und meiner verortung in meiner eltern-kind- und freund_innen-beziehungen vor augen. dazu kämen noch sämtliche selbstbestimmte, fremdbestimmte, konstruierte, positionierende zuordnungen, die sich kreuz und que(e)r in dieses bild einschreiben. ein kompliziertes bild. ein bild, was ich hier nicht vollständig wiedergeben will und kann, mir aber in diesem moment während ich schreibe nicht aus dem kopf_körper gehen wird. ein wirres, queeres bild.

trans* (mehr…)