Archiv der Kategorie 'Lauras* Texte'

Was kann ICH denn tun?!…Wollen doch mal sehen! (Oder: Wie eigene/ verschiedene Betroffenheiten von Scheiße reflektieren)

Sei es zur Inspiration für AuseinandersetzungsWillige, zur Empfehlung für AuseinandersetzungsUnwillige oder zum Vor-Augen-halten-was-mensch-sowieso-schon-alles-tut für AuseinandersetzungsGeplagte:
heute einfach mal eine Auflistung von Möglichkeiten der Auseinandersetzung und des Aktivwerdens im Bereich „eigene/verschiedene Betroffenheiten von Scheiße reflektieren“, die mir spontan einfallen… (hier mit Bezug auf Sexismus&Feminismus):

(grober Bereich: Bewusstwerdung – für sich allein und mit Freund*innen) (mehr…)

Klare Ansagen zum 8. März (powered by Wut im Bauch)

Liebe Mitstreiter*innen und Typen!
Weltweit gehen heute Frauen*Lesben*Trans*Nicht-Cis-Männer auf die Straße, um zu kämpfen, um laut und deutlich die Ansage zu machen: Wir sind hier um uns gegen jegliche Form männlicher Unterdückung zur Wehr zu setzen, gegen eure körperliche und psychische Gewalt, gegen eure Ignoranz und Geringschätzung, gegen eure Unsichtbarmachung und Vereinnahmung unserer Errungenschaften, gegen eure gewaltsam aufgebaute Vormachtstellung, gegen euer Überlegenheitsgefühl und eure Herrschaftsapparate, gegen eure Weigerung euch mit euren Priviliegien in Staat, Familie, Erwerbsarbeit, Beziehungen, dem öffentlichen Raum und politischen Kontexten auseinanderzusetzen, gegen alles was ihr uns entgegensetzt, von Feminizid bis zu Kommentaren über unsere Körper, von Paragraph 218 bis „ich erklär dir mal den Feminismus“. Euer Dominanzgehabe kotzt uns an, egal ob in Gestalt von androzentrischer (männerzentrierter) Berichterstattung, antifeministischem Herumgeprolle, schleimigen Vorgesetzten oder vermeintlich profeministischen Laberern. Wir werden euch nicht bitten, euch von euren Privilegien zu verabschieden, wir werden euch nicht bitten, eure Unterdrückungsinstrumente doch ein bisschen erträglicher zu gestalten. Wir sind hier um euch wissen zu lassen, dass wir keine Kompromisse machen und nicht darauf warten, bis ihr uns einen gleichberechtigten Stand und würdevolle Leben zugesteht. Wir brauchen euch nicht, um Zugeständnisse zu machen oder um uns zu unterstützen – wir sind hier, um euch zu sagen, dass ihr das Problem seid! Solange ihr das nicht erkannt habt betrachtet den Frauen*Kampftag als Kampfansage an euch, ja, an euch, das heißt an dich!

(privilegierte, weiße, Hetero- Cis-) Typen! (mehr…)

Am 8. März & an allen Tagen: Rape Culture bekämpfen!: (Festival-) Reflexion #7

Reichlich spät, dafür aber pünktlich zum weltweiten Frauen*Kampftag, kommt hier noch ein Beitrag aus der Reihe Festival-Reflexionen! Er wird nicht so smooth wie ich das gern hätte, aber anstatt es länger aufzuschieben, will ich euch zumindest puzzleartig meine Sammlung an Materialien zum Thema zugänglich machen.
(An dieser Stelle vorweg ein riesen Dank an meine Freund_innen und Mitstreiter_innen, durch die ich zu den Slogans und den Zines, den Links und Diskussionen, den Festivals und Erkenntnissen gekommen bin – eure Mühe ist nicht vergessen; dass genau diese Arbeit oft von denen gemacht wird, die eigentlich selbst Support brauchen, ist bitter – ich hoffe ich kann hiermit ein wenig zur Umverteilung dieser Belastungen beitragen…)
Aber vorher: Worum geht’s überhaupt?

„Gegen Macker und Rassisten, fight the power, fight the system!“
Es geht (um nur ein mögliches von unendlichen Beispielen zu nennen) um Radiosender, die fleißig Lieder spielen, welche ausschließlich von romatisierten Heterobeziehungen handeln, die mein Lebensziel als Frau* auf die erfolgreiche Auserwählung durch einen Mann* reduzieren und mir nahelegen, dazu meine „weiblichen Reize“ einzusetzen und mich ansonsten gefügig zu verhalten; die zudem noch sexistische und sexualisierte Grenzüberschreitungen verharmlosen und romantisieren. Und die mir im Anschluss raten, ich solle nachts nicht alleine nach draußen gehen und am besten eine Notfallpfeife dabei haben. Honestly?! Fuck off!! (mehr…)

thx 2014

Danke
für jedes Wirklich-Zuhören

Merci mes Chères
für eure Kritik

Gracias companer@s
für jede Gastfreundschaft

Respect
an die Kollektive, die sich den Arsch aufreißen, um mit ihren_unsere Räumen der Gesamtscheiße etwas entgegenzusetzen
(mehr…)

Belastungen und Entlastungen politischen Schreibens – Fragmente

Zwischen Widerstandsstrategie und dem ‚feministischen Burnout‘
Neulich hatte ich ein tatsächlich nettes Smalltalkgespräch à la ‚Was machst du eigentlich sonst so?‘; erschreckenderweise fielen mir nur Verpflichtungen ein: Lohnarbeit, Beziehungsarbeit, Reproduktionsarbeit, politische Arbeit. Ähm, und wo bin ich da gleich nochmal…?
Auf dem Zettel an der Wand steht geschrieben: „abschließen bis Jahresende: Zimmer auf-/umräumen, Bürokratiescheiß, Arbeit dokumentieren, SystemUpdate, Festival-Reflexionen“. Abgehakt nur ein Teilpunkt von Bürokratiescheiß. Daneben der Zettel mit „Jahresend/-anfang Sozialstress“ und ca. 20 Namen von Personen, die ich noch treffen will. Unmöglich. Das Bad ist noch nicht geputzt, der Rucksack noch nicht gepackt, die Bücher stapeln sich, mal wieder keinen Plan, was die Nachrichten so sagen.
Also mal wieder viel zu viel vorgenommen. Und viele Verpflichtungen, die mir schwerfallen zu reduzieren. (mehr…)