Archiv der Kategorie 'Lauras* Texte'

Crowdfunding für feministische Geschichten und mehr

Liebe Leute,
auch wenn ich hier in letzter Zeit wenig veröffentlicht habe, heißt das nicht das ich feministischen Aktivitäten oder dem Schreiben den Rücken gekehrt habe. Um dafür Zeit zu haben, versuche ich es jetzt auch mit Crowdfunding, schaut gerne mal bei meinem Profil vorbei falls ihr vielleicht ein, zwei Euro im Monat übrig habt :)
Hier ein kleiner Einblick womit ich mich so beschäftige …:

Alles ist dezentral im 21. Jahrhundert. In meinem 21. Jahrhundert jedenfalls; denn auch unsere Realitäten sind nicht länger zentralisiert. Ich will verbinden, eine Kraft des Verbindenden sein. Ich will Verbindungen schaffen zwischen allem was mein Leben berührt.

Dezentral sind meine Beziehungen, mein Gefühl von Zu-hause-Sein, meine gesellschaftlichen Wirkbereiche und: die Quellen meines Lebensunterhalts. Dezentrale Abhängigkeiten sind meine Unabhängigkeit. Sie ermöglichen mir, mich zu bewegen und beweglich zu bleiben: im Denken, im Herzen, in der Welt und in meiner Arbeit. Meine ständige Bewegung ermöglicht mir, mit vielem in Kontakt zu kommen, das Beweglichsein zeigt mir die Dinge aus vielen Perspektiven. Ich komme in Berührung mit verschiedensten Ansätzen, an der Welt zu arbeiten, die wir sehen wollen. Alle setzen an anderen Punkten an, aber alle arbeiten unermüdlich, alle setzen ihre Kraft und ihre Zuversicht in konkrete utopische Projekte, die zusammen ein Bild ergeben, für das sich ein Durchhalten lohnt.

Wie fühlen sich diese dezentralen Realitäten von innen an? Was ist der Kern der Kraft, die jemand für solche widerständigen Utopien entwickelt? Wo in unserem Leben finden wir den Ursprung und den Weg dieses Willens nach einem konkreten anderen Entwurf? Geschichten verstehen es oft besser, von diesen Dingen zu erzählen als Wissenschaft oder Politik. Politische Ereignisse des 21. Jahrhunderts begegnen uns nicht im Geschichtsbuch – sondern am Küchentisch, auf dem Weg zum Supermarkt und unter der Dusche. Weit weg und nah, zeitgleich und verspätet sind keine festen Kategorien mehr in einer Welt von Internet und Telefon. Was meine Welt erschüttert, ist für dich vielleicht nur eine Randnotiz auf dem Weg zur Arbeit.

Ich will die Parallelität dieser Realitäten verbinden, Fäden des dezentral Erlebten aufgreifen und verknüpfen, bis sich eine Geschichte daraus spinnt. Eine Geschichte, die Politisches mit Persönlichem und ‚ganz normale‘ dezentrale Biographien miteinander verbindet. Facettenreiche Normalitäten spiegeln, deren Darstellung ich sonst vergeblich zu finden hoffe. Feministische Alltäglichkeiten und Lebensentwürfe jenseits von Kind, Karriere, Partnerschaft. Den täglichen Balance-Akt zwischen Systemkritik und Kompromissen. Die Gratwanderung zwischen Verantwortungsgefühl und Schuldkomplexen, der Spagat zwischen Ideal und Selbstausbeutung.

Über (finanzielle) Unterstützung freue ich mich also :)

Technische Anleitung zur Plattform:

  • Link aufrufen (oder auf der Hauptseite bei ‚suchen‘ ‚LauraLibra‘ eintippen)
  • „Donate“-Button klicken
  • einen der vorgeschlagenen Beträge auswählen oder einen eigenen eintippen (Mindesthöhe zum ‚Aufladen‘ ist 15€. Der Betrag wird auf einmal von eurem Konto abgebucht, mir aber in wöchentlichen ‚Portionen‘ ausgezahlt, also bei 15€ z.B. über 60 Wochen wenn ihr mir wöchentlich 25Cent geben wollt.)
  • „Next Step“ klicken
  • Deine E-Mailaddresse eingeben (damit wird ein account angelegt; evtl. musst du in deinem Mailpostfach noch einen Bestätigungslink anklicken)
  • Deine Daten eingeben – diese werden NICHT öffentlich angezeigt. (Voller Name, Geburtstag, Staatsangehörigkeit, Staat in dem du lebst)
  • Zahlungsart auswählen (Bei VISA/Mastercard: Kartennummer eingeben; bei Überweisung erhaltet ihr die Kontodaten, an die ihr das Geld überweisen sollt, also per normalem Online-Banking oder auch bei der Bank als Papierüberweisung. Überweisung kostet am wenigsten Bankgebühren. Liberapay als Platform lebt von Spenden und nimmt selbst keine Gebühr.)

Das war‘s! :)
Danke!

Was kann ICH denn tun?!…Wollen doch mal sehen! (Oder: Wie eigene/ verschiedene Betroffenheiten von Scheiße reflektieren)

Sei es zur Inspiration für AuseinandersetzungsWillige, zur Empfehlung für AuseinandersetzungsUnwillige oder zum Vor-Augen-halten-was-mensch-sowieso-schon-alles-tut für AuseinandersetzungsGeplagte:
heute einfach mal eine Auflistung von Möglichkeiten der Auseinandersetzung und des Aktivwerdens im Bereich „eigene/verschiedene Betroffenheiten von Scheiße reflektieren“, die mir spontan einfallen… (hier mit Bezug auf Sexismus&Feminismus):

(grober Bereich: Bewusstwerdung – für sich allein und mit Freund*innen) (mehr…)

Klare Ansagen zum 8. März (powered by Wut im Bauch)

Liebe Mitstreiter*innen und Typen!
Weltweit gehen heute Frauen*Lesben*Trans*Nicht-Cis-Männer auf die Straße, um zu kämpfen, um laut und deutlich die Ansage zu machen: Wir sind hier um uns gegen jegliche Form männlicher Unterdückung zur Wehr zu setzen, gegen eure körperliche und psychische Gewalt, gegen eure Ignoranz und Geringschätzung, gegen eure Unsichtbarmachung und Vereinnahmung unserer Errungenschaften, gegen eure gewaltsam aufgebaute Vormachtstellung, gegen euer Überlegenheitsgefühl und eure Herrschaftsapparate, gegen eure Weigerung euch mit euren Priviliegien in Staat, Familie, Erwerbsarbeit, Beziehungen, dem öffentlichen Raum und politischen Kontexten auseinanderzusetzen, gegen alles was ihr uns entgegensetzt, von Feminizid bis zu Kommentaren über unsere Körper, von Paragraph 218 bis „ich erklär dir mal den Feminismus“. Euer Dominanzgehabe kotzt uns an, egal ob in Gestalt von androzentrischer (männerzentrierter) Berichterstattung, antifeministischem Herumgeprolle, schleimigen Vorgesetzten oder vermeintlich profeministischen Laberern. Wir werden euch nicht bitten, euch von euren Privilegien zu verabschieden, wir werden euch nicht bitten, eure Unterdrückungsinstrumente doch ein bisschen erträglicher zu gestalten. Wir sind hier um euch wissen zu lassen, dass wir keine Kompromisse machen und nicht darauf warten, bis ihr uns einen gleichberechtigten Stand und würdevolle Leben zugesteht. Wir brauchen euch nicht, um Zugeständnisse zu machen oder um uns zu unterstützen – wir sind hier, um euch zu sagen, dass ihr das Problem seid! Solange ihr das nicht erkannt habt betrachtet den Frauen*Kampftag als Kampfansage an euch, ja, an euch, das heißt an dich!

(privilegierte, weiße, Hetero- Cis-) Typen! (mehr…)

Am 8. März & an allen Tagen: Rape Culture bekämpfen!: (Festival-) Reflexion #7

Reichlich spät, dafür aber pünktlich zum weltweiten Frauen*Kampftag, kommt hier noch ein Beitrag aus der Reihe Festival-Reflexionen! Er wird nicht so smooth wie ich das gern hätte, aber anstatt es länger aufzuschieben, will ich euch zumindest puzzleartig meine Sammlung an Materialien zum Thema zugänglich machen.
(An dieser Stelle vorweg ein riesen Dank an meine Freund_innen und Mitstreiter_innen, durch die ich zu den Slogans und den Zines, den Links und Diskussionen, den Festivals und Erkenntnissen gekommen bin – eure Mühe ist nicht vergessen; dass genau diese Arbeit oft von denen gemacht wird, die eigentlich selbst Support brauchen, ist bitter – ich hoffe ich kann hiermit ein wenig zur Umverteilung dieser Belastungen beitragen…)
Aber vorher: Worum geht’s überhaupt?

„Gegen Macker und Rassisten, fight the power, fight the system!“
Es geht (um nur ein mögliches von unendlichen Beispielen zu nennen) um Radiosender, die fleißig Lieder spielen, welche ausschließlich von romatisierten Heterobeziehungen handeln, die mein Lebensziel als Frau* auf die erfolgreiche Auserwählung durch einen Mann* reduzieren und mir nahelegen, dazu meine „weiblichen Reize“ einzusetzen und mich ansonsten gefügig zu verhalten; die zudem noch sexistische und sexualisierte Grenzüberschreitungen verharmlosen und romantisieren. Und die mir im Anschluss raten, ich solle nachts nicht alleine nach draußen gehen und am besten eine Notfallpfeife dabei haben. Honestly?! Fuck off!! (mehr…)

thx 2014

Danke
für jedes Wirklich-Zuhören

Merci mes Chères
für eure Kritik

Gracias companer@s
für jede Gastfreundschaft

Respect
an die Kollektive, die sich den Arsch aufreißen, um mit ihren_unsere Räumen der Gesamtscheiße etwas entgegenzusetzen
(mehr…)