Archiv für August 2016

[english:] Materials on Transmisogyny

Since most of the materials I linked in the last post are in English anyway, I decided to sum up the earlier blog post and list just the English speaking resources.

Let’s jump right to it:
I was lucky enough to attend a Workshop by Louzie (she’s a political activist who focuses among lots of other topics – on trans* and trans*femininity issues – see her profile on the female speakers‘ list), which was super helpful – thanks Louzie!

Few points I learned are that were discussed in the workshop:
- Transmisogynie aims for the performance, not for identity; so all ‚male-appearing‘ persons that perform are seen to perform in a ‚feminin‘ way can be effected by that, including cis-males.
- we briefly discussed feminist socialisation and its impact on expectations and (hidden) rules, coming with (potential) exclusions.
- we heard about transwomen’s experience to be judged and excluded due to reproaches of ‚male dominant behaviour‘ – while cis-women are not called out for the same behaviour. Short question to remember whenever you wonder if critizising someone’s behaviour is transmisogynie or not: „Would it be a problem when a cis-woman did the same? No? Then it’s transmisogynie.“
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Here’s a list of materials on Transmisogynie, recommended by Louzie (mehr…)

Transmisogynie Materialtipps – Louzies Liste

Zum Thema Transmisogynie gab’s im Nachgang zum achten März hier schon ein paar Links…
Da ich in der Zwischenzeit die Freude hatte, einen Workshop zum Thema bei Louzie besuchen zu können, gibt es heute nochmal eine breitere Auswahl – denn Louzie hat mir netterweise ihre Liste mit Materialtipps zukommen lassen und ich darf sie hier für euch digital bereitstellen :-)

Aus dem Workshop hier nur drei kurze Punkte, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind:

  • „Transmisogynie zielt auf die Performance, nicht auf die Identität“ – daher kann sich Transmisogynie auch gegen z.B. feminin gekleidete/gestylte Cis-Männer richten.
    (Feminin/maskulin bezieht sich in dieser Begriffsverwendung dabei auf Performance, während weiblich/männlich auf die Identifikation Bezug nimmt.)
  • Auf die Frage, welche Rolle die Sozialisation in diesem Zusammenhang spielt, kam Louzie auf „feministische Sozialisation“ (oder auch politische Sozialisation in linken u.ä. Räumen?) zu sprechen – also in welchen Räumen und Kontexten lernen wir denn wodurch, wie z.B. queere Räume sein sollen oder welches Verhalten vom wem wann o.k. ist … Interessanter Punkt wie ich finde.
  • Außerdem ging es auch darum (etwas grob zusammengefasst hier), dass das Verhalten von Transfrauen in queeren Räumen oft besonders kritisch beäugt wird und ihnen (potentiell) häufiger als Cis-Frauen ‚männliches‘ Verhalten vorgeworfen wird, evtl. mit der Konsequenz eines Raumverweises oder eines Meidens dieser Räume vonseiten der Transfrauen. „Wie kann ich feststellen, ob es sich um Transmisogynie handelt ? Ganz einfach in dem ich mir die Frage stelle: Wäre es ein Problem, wenn es eine Cis-Frau das gleiche macht? Wenn die Antwort „nein“ ist – dann handelt es sich um Transmisogynie.“

Zu Louzie: „Louzie ist politische Aktivistin mit gesamtgesellschaftlicher Perspektive. Sie hat einen politischen Hintergrund in kapitalismuskritischen und Ökologie-Bewegungen, sowie einen beruflichen in IT und Kulturwissenschaften. Ihre derzeitigen Arbeitsschwerpunkte sind konsensuelle Sexualität und Antidiskriminierungsarbeit für trans* Menschen, besonders trans* Weiblichkeiten.“
Ihr findet Louzies Profil auf der Speakerinnenseite und könnt sie dort auch für Workshops anfragen – ich fand den Workshop sehr wertvoll, Louzie war sehr klar in ihrem Input und bei der Beantwortung unterschiedlichster Fragen und ich hatte den Eindruck, dass Leute mit recht unterschiedlichem Vorwissen etwas mit dem Workshop anfangen konnten. Ich kann euch also nur empfehlen die Gelegenheit zu ergreifen und sie einzuladen :-)

Vielen Dank Louzie!

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Transmisogynie – Materialtipps
Zusammengestellt von Louzie (mehr…)