[kurz verlinkt] Neue tolle queere Buchprojekte

Zur Abwechslung etwas Erfreuliches!
Nämlich der Hinweis auf zwei neue Bücher (für ganz junge, aber auch ganz anders alte Menschen), die Lebenswirklichkeiten jenseits der (hetero-)normativen Kleinfamilie aufzeigen – und Spaß machen zu lesen.
Eins davon ist zum Runterladen und selbst ausdrucken – das andere zum kaufen (lassen) oder einfach um zu wissen, dass es solche Bücher auch im Handel gibt!

Die Beschreibungen gibt es unter diesem Link in schön gestaltet.

Damit der Post nicht so leer bleibt, als reiner Text aber auch nochmal hier:

Bücher für verschiedene Menschen über verschiedene Zusammen-Lebensweisen und Lebensrealitäten. Ab dem Alter, ab dem diese Bücher gelesen werden wollen und bis zu dem Alter, ab dem diese Bücher gelesen werden wollen und sollten.

Yin und Jascha
Geschichten die stolz und mutig machen
von Eno R. Liedtke

Dieses Buch entstand aus dem Bedürfnis heraus, mit dem Kind – mit dem ich zusammenlebe – ein Buch lesen zu können, in dem Menschen, Familien und Lebensweisen auftauchen, mit denen wir uns identifizieren können. Ein Buch, in dem wir uns wiederfinden können – weil wir uns in denen vielen anderen Büchern bei uns Zuhause und auch überall da draußen nicht wirklich finden konnten. Schließlich habe ich dieses Buch für und auch mit M. und für Y. – ein Kind zu dem ich auch in einer besonderen Verbindung stehe – geschrieben und gemalt.

Klappentext:
Yin und Jascha erzählen ihre Geschichten, wie und mit wem sie zusammenleben. Das Erzählen und Spielen mit anderen Kindern im Kindergarten zeigt ihnen, wie unterschiedlich Familien sein können und macht sie stolz und mutig. Worte, Bilder und (Schau-)Spiele, die gesehen und gehört werden sollen. Ein Kinderbuch, dass das Erleben als Kind aus einer chinesisch-deutschen Familie und als Kind aus einer queeren Familie mit einem Trans* Elternteil erzählt.

Das Buch „Yin und Jascha“ ist ein nicht-kommerzielles Projekt, und kann hier runtergeladen und selbstausgedruckt werden. Oder ihr kennt oder trefft mich und ich gebe euch eins meiner gedruckten und gebundenen Ausgaben.

Das Familienbuch
von Edward Summanen und Johanna Arpiainen

Im Herbst 2015 ist „Das Familienbuch“ erschienen. Lange Zeit habe ich daran gearbeitet, dass ich dieses Buch irgendwann dem Kind, mit dem ich zusammenlebe und Anderen vor-/lesen kann. Dieses Projekt bestand darin, dieses Buch zu übersetzen, die Sprache zu gestalten (gender gap = mit Unterstrich gegendert), die Veröffentlichung (In Deutschland) mitzuorganisieren, mitzuschreiben (Klappentext) und illustratorisch erweiternd mitzugestalten (Ergänzung des Transgender Symbols auf der ersten Seite).

Klappentext:
Eine Familie? Das sind doch Mama, Papa, Kind. Oder? Nein, ganz so einfach lassen sich Familiengeschichten nicht erzählen, denn es gibt doch viel mehr Möglichkeiten, eine Familie zu sein: In manchen Familien gibt es zwei Papas oder zwei Mamas, manche Kinder leben mit einem Elternteil oder mit mehreren Eltern zusammen und manchmal ist es ganz anders! Oft gibt es auch noch viele andere Familienmitglieder, befreundete und verwandte Menschen, wie zum Beispiel Tanten, Opas, Haustiere und Geschwisterkinder.

Und dann bleibt auch noch die Frage: Wie genau entstehen Babys eigentlich? Und vor allem: wie wird man eine Familie? Wie leben verschiedene Familien eigentlich? Dieses Buch erzählt von unterschiedlichen Familienkonstellationen und zeigt, wie ein neuer Mensch überhaupt entstehen und in eine Familie kommen kann. Das Buch regt an, mit Kindern über Formen des Zusammenlebens sowie Themen wie Sexualität und Geschlecht, künstliche Befruchtung und Adoption zu sprechen.

Das Familienbuch von Edward Summanen und Johanna Arpiainen ist hier online oder in Buchläden erhältlich und kostet ca. 12€