Was kann ICH denn tun?!…Wollen doch mal sehen! (Oder: Wie eigene/ verschiedene Betroffenheiten von Scheiße reflektieren)

Sei es zur Inspiration für AuseinandersetzungsWillige, zur Empfehlung für AuseinandersetzungsUnwillige oder zum Vor-Augen-halten-was-mensch-sowieso-schon-alles-tut für AuseinandersetzungsGeplagte:
heute einfach mal eine Auflistung von Möglichkeiten der Auseinandersetzung und des Aktivwerdens im Bereich „eigene/verschiedene Betroffenheiten von Scheiße reflektieren“, die mir spontan einfallen… (hier mit Bezug auf Sexismus&Feminismus):

(grober Bereich: Bewusstwerdung – für sich allein und mit Freund*innen)

  • über konkrete Situationen nachdenken, die komisch/blöd/verwirrend/gut/… waren
  • mit Menschen darüber reden – gibt es ähnliche Erfahrungen?
  • anderen Menschen zuhören, wenn sie über ihre Erfahrungen sprechen
  • über sich wiederholende Aspekte nachdenken
  • feministische Musik suchen & hören (female* artists, riot grrrl, feministischer Rap, … )
  • feministische/queere Filme suchen, oder zumindest solche mit mindestens zwei Frauen*darin (siehe z.B. Bechdel Test Movie List)
  • diverse Darstellungen von Weiblichkeiten*, trans* oder geschlechtlicher Nonkonformität suchen (z.B. queere Fotographie, Performance, Kunst, …)
  • die eigenen vier Wände umgestalten (Welche Bilder will ich sehen, welche Botschaften lesen?…)
  • lesen: Plakate, Aufkleber, Flyer, Blogs, Artikel, Zeitschriften, Zines, Bücher, …
  • sich mit eigenen Privilegien befassen (siehe z.B. rechts in der Linkliste ‚Privilege Checklists‘ zum Einstieg; Was sind Privilegien?: siehe z.B. das Video „Sometimes you‘re a Caterpillar“ [thx@E])

(grober Bereich: Hingehn und rausgehn – schauen was vor Ort geht)

  • feministische Veranstaltungen, Räume (auf)suchen
  • Vorträge besuchen oder z.B. online anhören
  • Workshops/Seminare o.ä. besuchen
  • an Demos teilnehmen (z.B. zum 8. März; gegen Fundamentalist*innen und Abtreibungsgegner*innen, …) bzw. bei FLT*Demos für Typen: diese im Hintergrund oder symbolisch supporten
  • nach Betroffenheit strukturierte Räume besuchen – z.B. für FrauenLesbenTrans*, evtl. Selbstbehauptungskurse, oder zu Kritischer Männlichkeit (falls es sowas gibt, viel Spaß beim Suchen…)


(grober Bereich: Mitgestalten & Eingreifen – Wissen teilen, weitergeben, weiterdenken, weitergehen!)

  • Links, Musik, Texte, Veranstaltungshinweise, … weitergeben oder (gezielt) liegenlassen, andere darauf aufmerksam machen
  • Plakate & Aufkleber anbringen, Flyer auslegen (z.B. in der eigenen Wohnung/WG)
  • gegen (hetero-/cis-) sexistische oder anders herabsetzende Darstellungen, Aussagen, Veranstaltungen, … vorgehen, sich zur Wehr setzen (z.B. abhängen, kommentieren, Zuständige zur Verantwortung ziehen, verhindern)
  • Vorhandenes Material/bei Veranstaltungen übersetzen
  • mit (lokalen) emanzipatorischen Medien zusammenarbeiten (z.B. kollektiven Blogs, freien Radios, unabhängigen Zeitungen, Veranstaltungsreihen, …)
  • die nach Betroffenheit strukturierten Räume mitgestalten (bewerben, Plena, bei Veranstaltungen helfen, …)
  • Referent*innen/Musiker*inen/… anheuern oder sonstige Veranstaltungen organisieren
  • selber schreiben, weitergeben, veröffentlichen
  • eigene Plattformen schaffen (z.B. Blog, auch für Texte anderer)
  • Vorträge halten
  • Workshops organisieren

Und zu jeder Zeit:

  • Verbündete suchen!
  • Bildet Banden! :-)

Wie gesagt, nur was mir so spontan einfiel. Mehr und anderes ist möglich.
Such’s dir aus! :-)