29C3: Hackerjeopardy, Sexismus & rote Karten

Zwischenmeldung aus Hamburg vom 29C3 (Chaos Communication Congress):
Das beliebte „Hackerjeopardy“ hat sich gerade zum Eklat in Sachen Sexismus ausgewachsen.
Zur Anti-Harrassment-Policy gibt es dieses Jahr außerdem rote, gelbe und grüne Karten, die – vereinfacht gesagt – bei sexistischen Äußerungen überreicht werden können, um die Person darauf aufmerksam zu machen, dass das gerade echt daneben und sexistisch, verletzend war (bzw. äußerst fraglich – gelb – bzw. empowernd, Anerkennung verdienend – grün – ). (Tatsächlich sind mir diese Karten bis zu dieser Veranstaltung nur von Weitem begegnet; schade eigentlich.) Der Moderator der Quizshow ließ in Halle 1, vor Hunderten von Kongressteilnehmer_innen, kaum eine Gelegenheit aus, sich darüber lustig zu machen. Die empörten Zurufe aus dem Publikum überging er, die rote Karte, die ihm mitten in der Veranstaltung überreicht bekam, sah er als Anlass zu weiteren Heiterkeiten.

Ein eigentlich gut gemeintes Mittel, das es erlauben könnte, niedrigschwellig auf diskriminierendes Verhalten aufmerksam zu machen, ist somit für das genaue Gegenteil verwendet worden: Sich lustig machen über Artikulation von Diskriminierungserfahrungen – heißt Betroffene zum Schweigen zu bringen und Angriffen mehr Boden zu bieten.

Fürs Erste hier nur meine Reaktion dem Organisationsteam gegenüber; wir werden sehen, was passiert.
So gehts nicht.

Liebe Orgamenschen,

zwar bin ich erfreut über eure Anti-Harassement-Policy – wenn sich aber der Moderator des Hackerjeopardy vor dem vollen Saal 1 offensichtlich und wiederholt über die Antisexismuskarten lustig macht, die er wegen seiner unangemessenen Äußerungen bekommen hat, ist dies weitaus aussagekräftiger als ein Statement auf einer Unterseite des Congresswikis. (Hierzu gehört auch die Aussage „Letztes Jahr gab es leidige Diskussionen über Sexismus, daher sollten wir dieses Jahr nicht mehr drüber reden müssen“ – sinngemäß.)

Die Haltung des CCC zum Thema Sexismus, die hier gerade vor versammeltem Publikum vertreten wird, kann eigentlich nicht in eurem Sinne sein und macht jegliche offiziell verkündete Anti-Harassement- undAntisexismus-Bestrebungen lächerlich.

Auf die Kritik aus dem Publikum geht der Sprecher in keinster Weise ein; ich fordere euch daher nachdrücklich und höflich auf, darauf zu reagieren – eine Distanzierung des Orgateams ist in meinen Augen das Mindeste (und vielleicht die einzige Möglichkeit, eure Glaubwürdigkeit diesbezüglich zu retten.)

Danke und mit vielen Grüßen
Laura*


43 Antworten auf „29C3: Hackerjeopardy, Sexismus & rote Karten“


  1. 1 anonymous 29. Dezember 2012 um 9:27 Uhr

    If you don‘t understand satire……

  2. 2 Peter 29. Dezember 2012 um 11:25 Uhr

    Könntest du vielleicht das ein oder andere Zitat des Moderators ergänzen, was sexistische Anspielungen beinhaltet? Das würde es stark erleichtern, die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden, nachvollziehen zu können.

  3. 3 allo 29. Dezember 2012 um 12:43 Uhr

    Wobei ich finde der „Nuklearschlag“ mit den roten Karten war auch Überreaktion. Der Moderator hat eventuell Kritikpunkte geliefert mit manchen Witzen, das wäre genau das was die gelbe Karte sagt: Eine Grenzüberschreitung.
    Die rote Karte hätte ich für körperliche Übergriffe und ähnliches gesehen, nicht für dumme Sprüche.
    Und wenn es stimmt dass der erste Kritikpunkt schon war, dass er Frauen auf die Bühne gebeten hat … nun ja.

  4. 4 Marcus Moeller 29. Dezember 2012 um 13:07 Uhr

    Ich denke nicht, dass eine Meinung einer einzelnen Person stellvertretend für die Haltung des CCSs gewertet werden kann.

    Dennoch fände ich eine Distanzierung wünschenswert um die Position klarzustellen.

    Statt einem Kartensystem, könnte ich mir auch soetwas wie ein Gremium vorstellen, dass bei Problemen konsultiert werden kann.

  5. 5 Georg 29. Dezember 2012 um 13:29 Uhr

    Hallo Laura.

    Man muss vielleicht einfach mal versuchen, zwischen diesen Creepercards und gelebter Konformität zur Policy zu unterscheiden.

    Für sehr Viele sind sie eben kein „gutgemeintes, niederschwelliges Mittel zur Kommunikation“.
    Etliche sehen darin eine Negierung all dieser Dinge.

    Das unreflektiert-inflationäre Austeilen roter Karten verleiht dem Konzept auch nicht unbedingt mehr Autorität oder Legitimation.

    Was zu sehen war ist wohl eher als Reaktion einer Hackerveranstaltung auf den Versuch einer offensiven Minderheit zu sehen, welche versucht ein nichtkommuniziertes Regelwerk zu etablieren, nicht als offen gelebte Ablehnung von der Idee einer gleichberechtigten und gewaltfreien Gesellschaft.

  6. 6 Toni 29. Dezember 2012 um 13:31 Uhr

    Du machst Dich hier absolut lächerlich.
    Vollkommen übertriebene Reaktion

  7. 7 Hawkeye 29. Dezember 2012 um 13:38 Uhr

    Hallo Laura*,
    du hast ja so recht. Im CCC gibt es seit vielen jahren eine immer wiederkehrende Veranstaltung in der eine Minderheit diskriminiert wird. Beim vorletzten Haecksenfrühstück wurde ich gebeten zu gehen. Diesmal wird es aber nicht so laufen dürfen. Ich hoffe dieses Jahr auf mehr Gelichberechtigung auch gegenüber uns Hackern mit Penis und rufe alle anderen auch dazu auf diese diskriminierende Veranstaltung zu besuchen und so für eine gelichstellung zu sorgen.
    Gruüße Hawkye

  8. 8 norg 29. Dezember 2012 um 13:40 Uhr

    shitstorm hier, konstruierte probleme da
    http://pastebin.com/P5vfxPnq

  9. 9 norg 29. Dezember 2012 um 13:44 Uhr

    Kommentare löschen, feiner zug:D

  10. 10 fly 29. Dezember 2012 um 14:20 Uhr

    Liebe Laura,

    bitte unterlasse diese lächerliche Beschwerde auf einer Seite die niemanden interessiert.

    Danke

  11. 11 Laura* 29. Dezember 2012 um 17:06 Uhr

    Zum Thema Kommentare: Aus gegebenem Anlass sind die Kommentare dieser Seite moderiert. Das heißt es werden keine Kommentare „gelöscht“ – beleidigende Kommentare werde ich allerdings nicht veröffentlichen, wenn sie unter die Gürtellinie gehen.
    Im Übrigen ergibt sich, dass es dauern kann, bis Kommentare freigeschaltet sind. Zur Freischaltungsdauer verspreche ich nichts. So take it or leave it.

  12. 12 SeniorScener 29. Dezember 2012 um 23:40 Uhr

    Da stellt sich doch die Frage:

    Was will eine Lesbe die von tuten und blasen keine Ahnung hat auf einem Hackerkongress?

    Ich bin seit 25 Jahren auf Hackerevent aller möglicher Coleur (X-Parties, Evoke, Assemblies, CCC Congresse / Camps).

    Es gab dort immer einen gewissen Anteil an Frauen, die sich für die richtigen Dinge interessiert haben. Nämlich dem Thema wegen denen alle da sind, nämlich das gemeinsame Interesse an Technik. Frauen sind dort schon immer auf Augenhöhe behandelt
    worden, weil allgemein bekannt war, daß sie was drauf haben.

    Der Frauenanteil ist schon immer deutlich geringer gewesen, was wohl daran liegt, daß sich nicht soviele Frauen dafür interessieren.. und das liegt sicher nicht an den Frauenbegrabschenden sabbernden männlichen Hackern. UND – der CCC Congress (also schon eine sehr spezialisierte Veranstalung für Fachpublikum) ist sicher nicht der Ort, um dort lenkend einzugreifen, weil es kein Einstiegspunkt für technikinteresse ist, wenn der „rezepient“ nicht eh schon Technik-Affin ist.

    Wenn nicht waren sie meisten Begleitung anderer Hacker, und somit ebenso akzeptiert. Niemals habe ich es mitbekommen, daß Frauen auf solchen Conventions ernsthaft Probleme mit grabschenden Männern oder Vergewaltungsversuchen hatten. Da gibt es glaub ich andere Veranstaltungen wo ein solches Verhalten eher anzutreffen ist.

    Sich dann hinzustellen und in die Veranstalgung einer Subkultur einzutauchen mit der man nicht das geringste gemeinsam hat, und mit der Lupe nach Dingen zu suchen, die Schwul-feministischen Dogmen wiedersprechen, kann man ja eigentlich als Provokation empfinden.

    Diesen Frauen und Männern, die auf solchen Veranstaltungen eigentlich seit jahren gut Coexistieren, die eigene Werteordnung aufdrücken zu wollen, ist frech.

    Ich rede auch aus Erfahrung. Meine Freundin ist seit 10 Jahren erfolgereiche IT Managerin, und sagt auch, daß man anfängliche resentiments gegen Frauen eigentlich fast immer mit Kompetenz neutralisieren kann.

    Was jetzt jemand, der von IT und Hacken genau garkeine Ahnung hat, zu so einer Veranstaltung dann noch konstruktiv beitragen kann, ist wohl nicht viel.

    Die Hackerszene (sofern man beim CCC Publikum da noch mehrheitlich von Reden kann) „manieren“ beibringen zu wollen ist überflüssig wie ein Kropf.

    Da gibt es wirklich andere Subkulturen, in denen das eher nötig wäre.

    Auf die albernen Kärtchen geh ich jetzt mal nicht ein. Die meisten Teilnehmer sind intelligent und können ihre Probleme Verbal lösen.

    Wenn nun ein paar aufgescheuchte Lesben und Schwule in den Saal rennen und völlig Grundlos rote Karten verteilen – sorry, was sollen die Menschen dann noch über euch denken?

    Sorry, total Fail!

  13. 13 Doc 29. Dezember 2012 um 23:55 Uhr

    Absolut lächerlich was du hier veranstaltest….

    Man kann sich für dich nur schämen!
    Hexenjagd was hier betrieben wird…

    DENK MAL DRÜBER NACH!

  14. 14 Doc 30. Dezember 2012 um 0:01 Uhr

    Traurig traurig was du machst

  15. 15 horst 30. Dezember 2012 um 3:07 Uhr

    Also ich war dabei und ich kann nicht nachvollziehen warum er die Karten überhaupt bekommen hat.
    Es werden doch jedes Jahr versucht auch Frauen zum mitspielen zu überreden war das der Grund für die rote/n Karten? Ich kanns nicht sagen.

    Was ich und die Leute um mich herum aber deutlich gesehen haben war wie sich die Leute mit den roten Karten komplett lächerlich gemacht haben in dem es diese rote Kartenflut gab.
    Mein Sitznachbar meinte sogar die hätten dem Moderator beim gehen den Finger gezeigt das hab ich aber nicht gesehen.

  16. 16 yuriko 30. Dezember 2012 um 21:56 Uhr

    mich interessiert deine seite, sogar sehr. danke für diesen beitrag.

    lächerlich machen und herunterspielen ist eine der üblichen methoden, um protest zu untergraben. wenn diese seite hier niemenschen interessieren würde und keine_r sich ans bein gepinkelt fühlen würde, dann bräuchte ja auch keine_r hier zu kommentieren.

    für mich hinterlassen die kommentare den eindruck, dass du mit deinem protest absolut richtig liegst.

  17. 17 Anita Peters 02. Januar 2013 um 0:14 Uhr

    Ich finde es widerlich, wie sexistisch selbsternannte Herrenmenschen hier ein ernsthaftes Thema zu diskriminieren versuchen. Gendering ist eine todernste Sache, und wer sich darüber lustig macht, zeigt nur, dass er nichts begriffen hat und sich weiterhin in zigjahrtausendealten Repressionsstrukturen bewegt. Frauen zu Opfern sexueller Gewalt zu machen reicht ihnen offensichtlich nicht, nein sie müssen sich auch noch darüber lustig machen. Nicht nur den „lustigen“ Äußerungen beim Hacker_innen Jeopardy gehört die Rote Karte gezeigt, sondern der ganzen sexistischen CCC-Orga, die es kommentarlos zuließ, dass die Veranstaltung fortgesetzt wurde. Angemessen wäre es gewesen, das Quiz sofort abzubrechen und statt dessen mit dem Publikum darüber zu diskutieren, wie sexistische Gewaltstrukturen in diesem so genannten Hackerclub aufgedeckt und beseitigt werden können. Wo bleibt die Erklärung des Vereinsvorstands? Wo der Rücktritt der Vorsitzenden? Wenn der Club nicht bald reagiert, belegt er doch nur einmal mehr, dass er ein in patriarchalen Strukturen verhafteter Männerverein ist, der Frauen in seinen Reihen nicht als Gleichberechtigte akzeptiert und seinen Unterdrückungsapparat weiter zu betreiben gewillt ist.

  18. 18 anthraxit 02. Januar 2013 um 0:37 Uhr

    Das ist doch gerade die Scheiße. Wenn Antisexismus sich darauf beschränkt den Sexisten den Zeige- oder wahlweise Mittelfinger zu zeigen, dann erklärt er nichts, und überzeugt niemanden.

  19. 19 k1l 02. Januar 2013 um 4:50 Uhr

    Von allen Gruppierungen, Vereinen und Veranstaltungen sucht ihr euch den 3c aus?

    Wohl weil ihr bei den Hackern mit am wenigsten Widerstand rechnet, wenn ihr die Veranstaltung für euren Krieg übernehmt und missbraucht.

    Der Vorstand bzw die Projektleitung sollte vielmehr überlegen, wie man Sexismus als Hauptthema einer hacker-Convention angewendet.

    Ich von ja für mehr Tech-Talks, dass dürfte die Zielgruppe wieder optimieren.

  20. 20 DSTM 02. Januar 2013 um 13:13 Uhr

    Liebe Laura,

    der Fehler ist bereits passiert, als die „rote Karte“ für einn unspezifischen und kaum nachvollziehbaren Vorwurf („Weil du immer so ein Thema daraus machst, wenn menschen mit Vagina auf der Bühne sitzen“) vergeben wurde.

    Dies entwertet die Karte und ihre Bedeutung. Wie soll der Moderator anders reagieren? Das Spiel mit den Geschlechtern ist bei dieser Veranstaltung Teil des Programms. Diese Art von Humor kann man mögen oder nicht – das ist Geschmackssache. Aber das was da gesagt wurde mit einer roten Karte zu quittieren, macht die Karte und die Veranstaltung kaputt.

    DSTM

  21. 21 Julia 02. Januar 2013 um 13:38 Uhr

    Was vielleicht noch als Hintergrundinformation wichtig ist:

    Es gab im Vorfeld Vorwürfe gegen den Moderator, in der Vergangenheit Frauen ermutigt zu haben, sich als Kandidaten zu melden. So dass im Schnitt der letzten Jahre etwas unter 1/3 der Kandidaten weiblich waren, was eine deutliche Überinterpretation bezogen auf das Publikum und somit eine Diskriminierung der Männer darstelle.

    Ein oder zwei Witze über diesen Diskriminiernungs-Vorwurf wären ein Ordnung gewesen. Aber der Moderator hat es hier auf sehr nervige Art deutlich übertrieben.

    Dann ist eine Frau auf die Bühne gelaufen, um den Moderator zu kritisieren. An dieser Stelle viele Dank dafür und meine Anerkennung für den Mut dies öffentlich zu tun. Ich hätte das nicht geschafft.

    Allerdings sind hier Sachen schief gelaufen, die im Nachhinein betrachtet, die Situation noch weiter verschlimmert haben:

    Die Kritik ging am Problem vorbei: Der Moderator hat kein Trallala über weibliche Teilnehmer gemacht, sondern die umgedrehte Diskriminierung-Debatte ins Lächerliche gezogen.

    Der zusammenhanglose Verweis auf Geschlechtsorgane war aus meiner Sicht auch nicht hilfreich.

    An dieser Stelle hätte der Moderator einen Schritt zurück machen können. Allerdings ist „ins lächerliche ziehen“ eine menschliche Standardreaktion auf Peinlichkeiten und die bereits negativ besetzten Karten ein dankbares Ziel.

    tl;dr: Wir müssen Wege finden, Kritik so zu äußern, dass sie ankommt und die Situation nicht weiter verschärft.

    PS: Passt nicht ganz zum Thema: Aus meiner Sicht ist die Drohung der roten Karten mit körperlicher Gewalt als Reaktion auf verbale Äußerungen aus meiner Sicht unangebracht ist. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

  22. 22 Venty 02. Januar 2013 um 18:19 Uhr

    Ein paar gelbe und rote Karten und schon wars das mit Free Speech. Toll gemacht!

  23. 23 Bantha 02. Januar 2013 um 19:19 Uhr

    Wenn ich die Kommentare lese dann glaube ich schon das die Kritik berechtigt ist. Wenn sich jemand auf den Fuß getreten fühlt dann sollte nicht nachgetreten werden.

    Außerdem, was haben die Karten für einen Sinn wenn sie veralbert werden? Als Alibi sicher nicht so toll, IMHO.

  24. 24 daMax 02. Januar 2013 um 19:42 Uhr

    Ich habe das Video zwar noch nicht gesehen, aber die Kommentare hier scheinen dir ja recht zu geben. Viele unfreundliche Menschen die sich herablassend äußern. Schade.

  25. 25 daMax 02. Januar 2013 um 19:56 Uhr

    So also jetzt hab ich mal ein bisschen in das Vid reingekiekt. Der Moderator ist schon ein bisschen panne. Vor allem ist aber auch die Show ziemlich lahm und ich kann das jetzt nicht bis zuende gucken. Generell halte ich die Creeper Move Cards jedoch für eine prinzipiell richtige Idee, die vielleicht nicht allzu inflationär verwendet werden sollte.

  26. 26 Notwendiger Name 02. Januar 2013 um 20:56 Uhr

    Unhöfliches Benehmen ist eine Sache. Auf unhöfliches Benehmen mit albernen Kärtchen aufmerksam machen zu müssen anstatt die Person direkt anzusprechen, ist etwas anderes.

    „Der Moderator“, wie du ihn nennst, lag voll und ganz richtig damit, sich über diesen Quatsch lustig zu machen. Das kannst du im antiautoritären Kindergarten oder in der sozialromantischen Öko-WG abziehen („Du, das finde ich jetzt voll nicht gut, weisst du, das ist total nicht meine Linie, du, lass uns mal darüber diskutieren, ja, bitte?“), aber nicht unter Erwachsenen, die geistig zumindest halbwegs auf dem Boden der Realität stehen.

    Oder kurz: Wenn dir einer an den Hintern grabscht, dann baller‘ ihm eine – anstatt ihm auch noch eine Trophäe zu überreichen.

  27. 27 Bojenkommandant 02. Januar 2013 um 21:21 Uhr

    Die rote Karte droht allen Ernstes Gewalt an. Das ist also die Antwort von Emanzen auf asoziale Deppen?

    Durch die willkürliche Anwendbarkeit der Karte fühle ich mich als Mann nun diskriminiert und bedroht und überreiche hiermit eine gelbe Karte.

  28. 28 A 03. Januar 2013 um 1:49 Uhr

    Glückwunsch Laura, du hast nun die Chance zu begreifen wie albern dieser Internetfeminismus ist. Nur weil es eine Handvoll Blogs gibt die sich gegenseitig zitieren und immer kaputtere Sprach*innen verwenden, heißt das eben noch lange nicht dass eure geistigen Ergüsse von der normaldenkenden Allgemeinheit geteilt werden.

    Und genau daher habt ihr euch ja auch das feine Wörtchen „cis“ ausgedacht, um all die normaldenkenden Leute in einen Sack stecken und über sie schimpfen zu können.
    Tu uns allen doch einen Gefallen, und bleib unter deinesgleichen. Das, oder sieh ein dass die Welt nicht so böse ist wie irgendwelche psychisch labilen Internetfeministen das gerne propagieren.

  29. 29 Letztes Mal aufm Congress 03. Januar 2013 um 3:15 Uhr

    Alter, warum gibt’s auch unter jungen Leuten so viele verbitterte? Diese farbigen Karten sind sowas von kindisch. Wenn man grad wieder einen neuen Feind sucht, findet man ihn auch. Hauptsache gegen was.
    Langsam werde ich zu alt für diesen Scheiß. Mir geht’s um die Technik. Soziale Fragen klärt man besser auf anderen Kongressen.

  30. 30 BLackFLaK 03. Januar 2013 um 5:28 Uhr

    Hey Laura*,
    ich wollte dir nach den ganzen Privilegientriefenden Kommentaren oben einfach ein thumbs up posten.
    Lass dich nicht unterkriegen.

    Queere Grüße

  31. 31 anon 03. Januar 2013 um 5:37 Uhr

    Narzismus pur, peinlich dazu. Wie ein einzelner selbstverliebter Mensch im Schutz politischer Korrektheit so viel Sand aufwühlen kann.

  32. 32 EkelhafterChauvie 03. Januar 2013 um 14:08 Uhr

    Sich über Satire an einem völlig unausgereiftem, durchaus auch von feministischer Seite mit Recht kritisierbarem System zu echauffieren zeugt nicht wirklich von Größe.

    Verheultes Hurrdurr wie man es seit jeher gewohnt ist. Starke Person_Innen ( ;) ) sollten das nicht nötig haben.

  33. 33 frauenrechtlerin 03. Januar 2013 um 14:45 Uhr

    Ist dir eigentlich aufgefallen das Ray auch grüne Karten bekommen hat wären der Show. Dank ihm hatten wir dieses Jahr die Höchste Frauenquote bei der HackerJeopardy. Ich bin eine Frau und glaub mir ich habe schon einige wegen Dummen kommentaren zusammengeschissen, aber was Ray, da macht ist vollkommen berechtig und sinnvoll. Sonst hätte wir keine Frauenbei der HackerJeopardy

  34. 34 Waltraud Lauert 03. Januar 2013 um 16:39 Uhr

    Wir haben ein Problem.
    Also eigentlich habt viel mehr ihr ein Problem.
    Dies ist mein 29. Chaos Communication Congress und ich habe langsam keine Lust mehr.
    Auf Twitter verbreitet ihr die ewig gleichen Vorwuerfe.
    Der durschnittliche Congressbesucher ist sexistisch. Achtet keine Frauenrechte.
    Ist ein weisser, 30-jaehriger, sozial inkompetenter Nerd, der von euch erstmal
    erklaert bekommen muss wie er mit Frauen/Frauinnen/Neutren/Trans/Gender/Fugnah umgehen muss.
    Denn der durchschnittliche Nerd bewegt sich ja nur in seiner Filterbubble und seine durchschnittliche
    Bildung besteht aus dem Konsumieren von Fefe, der CT und Pornos. Frauenverachtenden natuerlich.

    Bevor ihr mit eurem verzehrten Weltbild, eurem staendigen bedroht fuehlen in eurer sorgsam zusammen
    konstruierten Geschlechtsidentitaet, anfingt den Kongress und aehnliche Veranstaltungen vergiften
    gab es de facto kein Problem. In den letzten Jahren konnte ich mich als Frau frei auf dem Kongress bewegen.
    Niemand hat gesagt „Oh Titten. Was willst du denn hier?“ oder „Oh du bist eine Frau bitte habe Sex mit mir.“
    Die boesen, maennlichen Kongressbesucher haben mir keine dreckigen Sprueche hinter her gerufen, mich
    nicht als potentielle Geschlechtspartnerin behandelt – sondern oh Wunder: mein Geschlecht war einfach kein Thema.

    Seitdem ihr bei jeder Kleinigkeit „Sexistische Kackscheisse1111!!!!111mimimi“ schreit, in schoener
    regelmaessigkeit Shitstorms bei Twitter los tretet wegen jeder noch so kleiner Kleinigkeit und
    ihr jetzt auch noch mit laecherlichen bunten Zetteln ankommt (ich hoffe ihr meint das ironisch) sind
    viele maennliche Kongressteilnehmer einfach nur verunsichert. Ihr habt mit eurem Gift mein Geschlecht
    erst zum Thema gemacht.

    Wenn ihr euch hier nicht wohl fuehlt und mit dem normalen menschlichen Miteinander zwischen
    Maennern und Frauen nicht klar kommt – dann bleibt doch einfach zu Hause.
    Setzt euch mit euren *cis/trans/eichhoernchen/awaren-Freunden in euer Wohnzimmer und versteckt
    euch vor der boesen, boesen Welt da draussen und pflegt weiter eure Minderwertigkeitskomplexe.
    Danke!

  35. 35 marion 03. Januar 2013 um 18:50 Uhr

    hallo laura,

    hab mir die aufzeichnung angesehen und muss sagen, dass er sich NICHT „wiederholt über die Antisexismuskarten lustig macht“ – wiederholt lustig gemacht hat er sich über die gender debatte. sollte das verboten sein? man muss ja nicht mitlachen.

    aber wenn ich keine witze mehr über männer machen dürfte, weil die keine witze mehr über frauen machen dürfen, wäre die welt doch unnötig verklemmt und anstrengend.

    ich habe noch an keinem kongress teilgenommen, an dem ich so wenig nach meinem geschlecht oder aussehen beurteilt wurde, wie dem ccc.

    verstehe die ganze aufregung nicht so ganz…

  36. 36 Schnellinger 04. Januar 2013 um 19:01 Uhr

    Unterlasse doch einfach das Lesen auf Blogs die dich nicht interessieren und die du vor allem nicht verstehst, fly.
    Danke

  37. 37 noname 05. Januar 2013 um 1:59 Uhr

    Wer bist du denn?

  38. 38 SLAYER 06. Januar 2013 um 4:43 Uhr

    tz tz tz,
    zu erwarten, dass sich Ray den Mund verbieten lässt und seine Meinungsäußerungen einschränkt, ist arrogant und absolut faschistisch.
    Ich fand ihn sympathisch und vor allem WITZIG!
    Die Karten sind kein Unsinn, aber werden zum Teil unsinnig eingesetzt und das sollte auch nicht im Sinne der Anti-Harassement-Policy sein.

    Naja des weiteren wünsch ich noch viel Erfolg bei dem künstlichen Aufregen.

    MFG SLAYER

  39. 39 ichpostenuraufhatr 07. Januar 2013 um 11:39 Uhr

    Die Rote Karte sagt: Noch son Spruch, sonst Kieferbruch.
    Das willst DU der Welt so mitteilen?
    Eigentlich dient die Rote Karte üblicherweise dazu die Eskalation zu vermeiden. Deine dient dazu die Situation zu eskalieren.

  40. 40 Philipp 07. Januar 2013 um 15:51 Uhr

    Man kann es auch übertreiben. Der Junge hat doch nur unterhalten und das ziemlich gut wie ich finde.

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